Studebaker US6 U5 750 gal. Fuel Tanker Truck



 

Das Original

1941 wurde der US-Regierung klar, dass General Motors, bis dahin einziger Hersteller von 2,5-Tonnen Militär-Lkw, nicht in der Lage sein würde, die große Anzahl an Fahrzeugen zu liefern, die für die Ausstattung von US Army, Navy und Marines erforderlich schien, nicht zu reden von denen, die im Rahmen des Lend-Lease-Programms den Alliierten zukommen sollten. Deshalb wurden auch Studebaker und International Harvester in die Produktion einbezogen; beide entwickelten eigene Fahrzeuge nach den Vorgaben, die auch der CCKW erfüllte. Aus Vereinfachungsgründen wurde entschieden, dass GMC die US Army ausstatten solle, IH die Navy und die Marines, und dass Studebaker die Fahrzeuge für den Export liefern solle (und die für den Bau des Alaska-Canada-Highways). Studebakers US6 wurde in den gleichen Varianten gebaut wie der "Jimmy", nämlich mit kurzem und langem Radstand, mit und ohne Winde, mit geschlossener und offener Kabine, und in zahlreichen Spezialversionen. Eine davon war der 750 Gallonen-Treibstofftanker US6 U5, der den gleichen Tank-Aufbau trug wie sein GM-"Cousin".

Der Bausatz

Beim Versuch, den CCKW 353-Tanker von Hobby Boss zu bauen, fand ich den Bausatz sehr unzureichend  (https://panzer-modell.de/berichte/studebaker_us6/studer.php)  und  ersetzte das Fahrzeug durch einen ICM Studebaker (Kit 35511); deshalb wollte ich jetzt wissen, wie ICMs Tanker im Vergleich aussieht. Der hat die Gussäste A und C wie die ersten Versionen, einen neuen Ast B für die Teile von Kabine und Motorhaube sowie D und 2x E für die Tanker-Ausführung; F enthält die Klarsicht-Teile in neuer Anordnung. Alle neuen Äste haben Teile-Nummern, während die alten nach wie vor ohne sind, weshalb ich empfehle, die entsprechenden Stellen der Anleitung zu kopieren, um ständiges Blättern zu vermeiden (und nicht zu glauben, dass Teile A25,26 und 4x64, die Trittbretter samt Halterungen, nicht benötigt werden – sie werden sehr wohl gebraucht!). Außerdem merkt man den älteren Ästen ihr Alter an, nicht nur wegen Verschleiß der Formen, sondern auch wegen Fehlern, die bei ihrer Herstellung gemacht wurden: An manchen Teilen gehen die Angüsse über in Positionierungsstifte, wie an Motorhälfte A32 und (vier!) an Kühler A24; also aufpassen, dass man sie nicht weg "versäubert". An A6,66,67 dagegen geht die Verbindung ins Teil über und muss von dem abgeschnitten werden. Und die Federpakete C3 der Hinterachsen gehen ohne einiges Schnitzen nicht weit genug auf die Achsen. – Die Klarsichtteile auf F leiden noch immer darunter, dass die Lampen-Gehäuse A10 eine Formen-Trennnaht haben,die aussieht wie die Fuge zu einer Streuscheiben-Einfassung, aber die Klarteile haben ebenfalls eine Einfassung angegossen sowie einen Auswuchs, der in die Öffnung von A10 passt. Dadurch bekommt man eine überlange Leuchte plus eine schwierig zu bemalende Einfassung am Klarteil. – Der Decal-Bogen enthält Markierungen für zwei Tanker der US Army: für die 101st Airborne Division mit einer interessanten Registriernummer für ein Fahrzeug in Reverse Lend-Lease sowie eine für die 2nd Armored Division.


Der Bau

An Rahmen D hat ICM neue Längsträger angefügt, ohne den Reserverad-Absenkhebel. Die Schlepphaken-feder aus Teil A7 herauszutrennen ist schwierig – ich empfehle den später ohnehin unsichtbaren Mittelteil komplett von den Schrägstreben abzutrennen und nur die einzukleben. Der Leiterrahmen ließ sich problemlos zusammenbauen, nur bei den Streben A63 und A76 musste ich die Positionsmarken etwas anschnitzen, und die Verlängerungen A59,60, die die Stoßstange halten, hatten nicht die in der Anleitung gezeigten Stifte, was ihre Anbringung etwas erschwerte. Und das Halbkreis-Loch für Stoßdämpfer A4 rechts steht auf dem Kopf, so dass für eine korrekte Anbringung der Stift am Teil beschnitten werden muss.

Ein Lkw ohne Anhängerkupplung braucht Haken, um ihn bei Bedarf zu ziehen. Dafür hat ICM neue hintere Stoßfänger mit solchen Haken entwickelt – aber leider hat man Haken ohne die aufwärts-Biegung des Vorbilds direkt auf die Stoßfänger gesetzt, so dass sie nicht korrekt sind. Ich habe deshalb die "alten" Teile A39,40 dünner geschliffen, Muttern auf ihren Innenflanken und korrekte Haken von http://3dptrain.com/ ergänzt. Zwei weitere solche ersetzten die Bausatzteile an der vorderen Stoßstange.

Die Abstandsbalken D33,34 sind auf dem Rahmen fixiert durch die U-Bolzen E21. Interessanterweise hält ICM einen von denen pro Seite für ausreichend, während der HB-Bausatz je vier enthält. Ich denke, die HB-Version ist realistischer, deshalb habe ich sechs zusätzliche mit 0,5mm Stange und 0,5x2mm Streifen gebaut und sie nach der Vorgabe von HB angebracht. (Später habe ich die äußeren Senkrechten von E21 ersetzt, da sie auffällig dicker waren.)

Der Tank des Chassis erhielt einen Anschluss für Benzinleitung und Armatur, beide aus Draht. Tank und Staukasten kommen jetzt an Gießast D, aber ohne Verbesserungen; ich hätte ihre Dreiecks-Halterungen abschleifen und ersetzen sollen wie bei meinem ersten Studer.

Die Hauptteile des Motorblocks leiden unter Formenversatz – nicht dramatisch, aber genug, um A29, das Schwungradgehäuse, schief anzukleben – man sollte den Sitz im Chassis  überprüfen, bevor der Kleber fest ist. Ich habe eine Öl-Ablassmutter ergänzt. Der Zylinderkopf ist sehr detailliert und schreit nach weiteren Details, aber weil mangels Scharnier-Darstellung die Haube nicht offen gebaut werden kann, habe ich nichts getan. Gleiches galt für die Teile rund um den Motorblock – schön, sie zu haben, aber kaum jemals sichtbar. 

Der Antriebsstrang ist aus einem Teil und umfasst die drei Achsen, ihre Kardanwellen und eine Hälfte ihrer jeweiligen Differentiale. Gute Idee für einen einfachen Bau, aber die Teile für die Komplettierung der Differentiale passen sehr schlecht – und das liegt nicht (nur) am Alter der Form, sondern an ungenauem Formenentwurf. Diese Gegend präsentierbar zu bekommen erfordert viel Arbeit und Spachtelmasse. Sicher,  diese Unsauberkeiten sind auf der Oberseite und damit nicht sehr auffällig, aber dennoch, da hapert es an   sauberer Formenentwicklung. – Die Vorderachse lässt sich (für mich) nicht lenkbar bauen.

Auf den Flanken der Reifen stehen "Firestone" und Angabe zur Größe – aber nur auf den äußeren; das muss man beachten, wenn das Reserverad in seine Halterung kommt. Allen Rädern wurden Ventile aus 0,3mm Messingdraht spendiert. Dem Reserverad sollte man die Muttern entfernen und alle Löcher der Felge durchbohren – es steht nur in seiner Halterung und ist da nicht verschraubt; Puristen könnten die Felgen-Mitte verdünnen für ein korrekteres Aussehen.Wenn die anderen Räder drehbar sein sollen, sollten die Ausstoßer-Stifte in deren Felgen soweit beigeschliffen werden, dass sie nicht C9 blockieren. Und in den Vorderrädern sollte die Außenseite von C9 dunkel bemalt werden, da sie durch die Felge sichtbar bleibt; ebenso die sichtbare Innenseite von C6.

ICMs Reserveradhalter ist erheblich besser als der des Hobby Boss Bausatzes (der eine fehlerhafte Kopie des verbesserungsfähigen am Italeri GM Wassertanker ist). Da ich aber für mein anderes Modell die korrekte Version scratch gebaut hatte, schaute ich sehr kritisch hin und fand die Teile deutlich zu dick für eine Wiedergabe von Blech. Zugegeben, zwischen Kabine und Tank kann man nur sehr wenig von dem Ding sehen, aber die Oberenden der "Klammern" D11,12 bleiben sichtbar und sollten auf eher maßstäbliche Stärke verdünnt werden.

Und dann schlug AMS zu, und ich ersetzte das Bodenteil D29 durch einen C-Träger aus 0,5mm Sheet (auf transplantierten "Füßen" des Bausatzteils) und 2mm hohen Seiten aus 0,1mm Sheet. Dieses Material wurde auch benutzt zum Ersatz der Dreiecke D30,31 (in der Bauanleitung irrtümlich E30,31 genannt) durch solche, die 10mm hoch reichen und einen "Ring" von 3mm Außendurchmesser um ihr Loch tragen. D11,12 mussten innen erweitert werden, um die neuen überlappenden Teile aufzunehmen. Zusätzliche "Nieten" entstanden aus Tröpfchen geschwärzten Weißleims. In die Seiten des Boden-C wurden Löcher gebohrt für L-förmige Stabilisierungsstangen aus Draht, die außen von Sechskantmuttern "gehalten" werden. Die Details auf der Außenseite von D11 sehen ziemlich korrekt aus, aber für die Aufnahme der Drähte wurden die Löcher durchgebohrt und die äußeren Details durch 1mm breite Styrolstreifen plus Muttern ersetzt. Um all diese Arbeit zu zeigen, beschloss ich die Halterung leer zu lassen.

ICM hat für die Kabine einen neuen Gießast entwickelt – und das zu Recht, denn der ursprüngliche ließ eine Menge zu wünschen übrig, vor allem die Sicke hinten am Dach, die sich neben der Türeinfassung bis zur Mitte herunterzieht. Der neue Gießast B bietet einen anders (sprich viel besser) konstruierten Kabinenboden und hat die Naht zwischen Dach und Rückwand genau da, wo die Sicke sein sollte – die leider nicht da ist.

Das Dach hat jetzt Regenrinnen über den Türöffnungen und die Rückwand zeigt  die Fortsetzung der bewussten Sicke an den Türrahmen. Die hintersten 1,5mm der Regenrinnen müssen entfernt werden: Schnitt in Verlängerung der schwachen Rille an der Oberkante der neuen Türen; da endet auch die Sicke vom Dach. Die habe ich nachgebildet durch Aufkleben eines Plastikstreifens von 0,5x0,5mm auf die Klebenaht zwischen Dach und Rückwand, den ich dann nach vorn mit Mr. Surfacer 500 einpasste. Weshalb ich Dach und Rückwand als erste zusammenklebte, bevor ich sie mit dem ganzen Rest verband.

Am Original geht das obere Türscharnier in den Türrahmen, aber der ist im Kit nicht dick genug, also mussten die Türen geschlossen bleiben. Die Sitze wurden mit einer einzelnen Lage eines 4-lagigen Papiertaschentuchs bezogen, mit Tamiya Extra Thin betupft.

Das neue Lenkrad hat Griffmulden auf der Unterseite und einen separaten Hupenknopf. Unter dem Armaturenbrett habe ich auf der Beifahrerseite einen scratch gebauten Feuerlöscher an die Seitenwand geklebt. Von den Schalthebeln hat nur der für die Gangschaltung einen schwarzen Knopf, die anderen sind komplett in Fahrzeugfarbe. Die Trittflächen von Kupplung und Bremse versuchen erst gar nicht mehr achteckig auszusehen, aber bei geschlosenen Türen sind sie eh nicht zu sehen.

Die Windschutzscheibe sieht auf den ersten Blick gut aus. Aber dann zeigt sich, dass ihr noch immer innen die Mittelstrebe fehlt, an der auch der Innenspiegel sitzt. Der Spiegel ist sinnlos angesichts der Tanks hinten – aber er ist auf Fotos des Originals zu sehen, also baute ich einen scratch, auf einem Stiel aus gezogenem Gießast, und der kam auf eine Strebe aus gezogenem schwarzem Gießast, die mit schwarz gefärbtem Weißleim montiert wurde. Über der Öffnung wurden zwei Wischermotoren installiert, und meine selbstgebauten Wischerarme wurden aufs Dach umgesetzt. Die Scheiben-Aussteller B8 (ex B24) bieten nicht mehr die Rille, die man bei der alten Version nutzen konnte als Führung zum Bohren, Kratzen und Feilen der Schlitze. Das macht es schwieriger, sie zu korrigieren/verbessern, nachdem man sie dünn geschliffen hat. Ausgestanzte "Feststellschrauben" wurden aufgeklebt. Für den Fahrer bastelte ich eine Sonnenblende, die ich leider nicht klappbar hinbekam.

Das Rückfenster hat jetzt innnen und außen Dichtungs-Darstellungen (aber noch immer keine leichte Wölbung der Oberkante – derselbe Fehler wie bei Italeris und HBs CCKW-Fahrerhaus). Das Schutznetz habe ich aus Aber S07-Gitter gemacht, mit einem Rahmen aus 0,4mm Draht, installiert mit schmalen Styrolstreifchen; mit den Tanks hinten wäre es natürlich eher unnötig, aber offenbar lieferte Studebaker alle Chassis damit, unabhängig davon, für welche Aufbauten – genau wie beim Innenspiegel. (Aus derselben  Überlegung habe ich später auch Ösen für Anhänger-Sicherungsketten-an den hinteren Stoßfängern angebracht.)

Beim Zusammenbau von Dach und Motorraumwänden bleibt neben der Scheibe vermutlich ein ziemlich breiter Spalt. Vor dem Einsatz von Spachtel und Schleifmitteln sollte man erst nochmal in seine Referenzen schauen (z.B. https://panzerserra.blogspot.com/search?q=Studebaker+US+6+%2B+trailer ), denn diese Naht gab es in sehr unterschiedlichen Formen: ganz dünn, sehr breit, überhaupt nicht, und sogar weiter unten auf Höhe der Kotflügel! Ich habe keine Ahnung wieso und habe einfach etwas gezogenen Gießast eingeklebt, um eine zurückgesetzte breite Naht darzustellen.

Am Original hat die Hauptscheibe der Türen einen dünnen schmalen Rahmen, dessen in Fahrtrichtung zeigendes senkrechtes Teil auf der Innenseite etwas breiter ist, so dass es hinter die ungerahmte Hinterkante des Ausstellfensters geht und die damit abdichtet. Das gibt der Bausatz noch immer falsch wieder: er bietet auf der Außenseite einen erhabenen "Rahmen", der beide Glasteile trennt, und auf der Innenseite nichts, was den Rahmen darstellt. Da ich nicht noch einmal all den Aufwand treiben wollte, den ich in die Fenster meines ersten Studers gesteckt hatte, habe ich nur auf der Innenseite hinter den aufgeprägten "Rahmen" eine schwarze "Dichtung" gemalt, die auch einen halben Millimeter auf die große Scheibe geht. Dieser Streifen wurde auch draußen bemalt (in Oliv). Dadurch bleibt die Hinterkante der Dreiecke ungerahmt, wie am Vorbild.

Die Außenspiegel sollten so früh wie möglich aus dem Gießrahmen geschnitten werden, denn sie sind hochgradig biege- oder gar bruchgefährdet. Sie wurden mit 0,25x0,5mm Evergreen Streifen "gerahmt", um Reflektoren aus Spiegelfolie (Gebäckverpackung) aufzunehmen, die mit einer Lochzange auf Papp-Unterlage ausgestanzt wurden, was sie leicht konvex werden ließ. Das Ergebnis kam mit nicht-schrumpfendem Kleber in den Rahmen.

Ein weiteres Problem ergibt sich bei den Scheinwerfern an Gießast A: Die Ursünde ist hier, dass der Leuchten-Körper auch das beinhaltet, was in der Zivilversion ein Chromring  wäre, während die transparenten F1 nicht in diese Ringe passen, sondern um das Streuglas herum einen eigenen Ring haben. Was das Bemalen sehr schwierig und die Leuchten sehr lang macht. Deshalb habe ich eine Streuscheibe aus Azetat tiefgezogen, die in den Ring von A10 passt; der Reflektor ist glänzende Alufolie, um das Hinterende eines Bohrers geformt.

Die Scheinwerfer-Schutzgitter am Kühlergrill waren mir zu dick, also habe ich sie ausgeschnitten und mit gezogenem Gießast ersetzt. Bei den meisten US-Militär-Lkw gehen die waagerechten und senkrechten Streben dieser Dinger schlicht übereinander; bei Studebaker dagegen ließ man die senkrechten halb um die waagerechten herumgehen, so dass alle in derselben Ebene lagen. Was mich zum Bau einer Schablone zwang, um die nötigen "Höcker" in den vertikalen auf konstant 2mm Abstand zu bringen. Je vier davon mit verschiedenen richtigen Abständen auf die horizontalen gezogenen Gießäste zu kleben erforderte eine weitere Form von Schablone. Die Einfassungen zu verdünnen war einfach, die Gitter hineinzukleben viel weniger. Da ich kein weiteres "Studebaker"-Emblem von Archer hatte, habe ich die Platte dafür aus dem Grill geschnitten. – TMD Haubenklammern kamen neben den Grill. Den Schutzblech-Streben 34A wurden die horizontalen Stücke neben den Dreiecken abgeschnitten, weil sie beim Original hinter der Abkantung der Kotflügel verschwinden. Da sie außerdem aus zwei Blechen bestehen, habe ich eine feine Rille eingekratzt.

ICM hat seinen Bausatz anscheinend nach etwas gestaltet, was ich für eine Entwicklungsstudie halte, wie sie in Allied-Axis 21 gezeigt wird, denn das Fahrzeug dort hat keine Rückleuchten, sondern nur Rückstrahler auf  Seiten und Schmutzfängern. Das gibt der Kit getreulich wieder, aber ich glaube nicht, dass ein so gestaltetes   Fahrzeug vom Militär abgenommen worden wäre. Da der Tank-Aufbau für sowohl CCKW als auch Studebaker von der Firma Heil geliefert wurde, unterstelle ich, dass der Auflagen-Unterbau identisch war, und habe kopiert, was Hobby Boss bei deren CCKW-Tanker gemacht hat: Teil D10 erhielt zwei 3,5mm-Bohrungen, deren Zentrum 13,5mm von den Seiten und 2mm von oben entfernt sind. Resin-Abgüsse von korrekten (d.h. unterschiedlichen) Rücklichtern wurden in "C"förmigen Halterungen aus Plastikstreifen hinter diese Löcher geklebt (was später das Beschneiden einer Ecke der hinteren Schmutzfänger erforderte). Bemalung: nur das Oval oben links ist rot, die drei Schlitze irgendwie dunkel. – Die Rückstrahler rund ums Fahrzeug erhielten mit Future eingeklebte ausgestanzte Stücke rot bedruckter Schokoladen-Folie.

Ich entschied mich, das Fahrzeug des Reverse Lend Lease zu zeigen; das bedeutete, dass (nur) auf dem linken Kotflügel ein britischer Tarnscheinwerfer angebracht werden musste (B34). Aber nach der Arbeit, die ich mir mit dem US-Scheinwerfer gemacht hatte, beschloss ich, dass mein Fahrer eine solche Leuchte gefunden und rechts angebaut hatte ... Alle Leuchten hier wurden mit gezogenem Gießast verkabelt. 

Die Tanks erhielten eine "Schweißnaht" obendrauf, aus 0,5mm Evergreen Stange, mit Flüssigkleber aufgeweicht und dann mit dem Messer strukturiert. Die Wartungsdeckel sind den Illustrationen im TM viel ähnlicher als die runden von Hobby Boss, aber auch sie weichen vom TM ab. Der Bausatz-Zapfhahn ist (mir) hinreichend korrekt, daher habe ich ihn nur um ein Scheibchen von 0,5mm Stärke als Verschlusskappe verlängert. Wer mehr tun will, kann dazu in meinem Baubericht des anderen Modells Details finden. –  Die eher groben Streben E1 der Schmutzfänger habe ich durch 0,25x1mm Plastikstreifen ersetzt, ohne die horizontale Verbindung. Die Bleche selbst wollten nicht so recht in die dafür vorgesehenen flachen Vertiefungen, die auch länger sind als die Klebeflächen an den Teilen. – Zur Ableitung statischer Elektrizität habe ich eine Kette aus dem Modellbahnbereich angehängt.

Die Bemalung/Alterung ...

Wie immer der Horror für mich: Vallejo Model Air 71.043 Olive Drab über Citadel Chaos Black.

Der umfangreiche Decalbogen ist mit minimalem Trägerfilm-Rand gedruckt, und die Teile sind sehr schön dünn und fest. Leider enthielt mein Bogen einen kleinen Druckfehler: die blauen Registrierungen waren etwas zu hoch gerutscht, so dass die weißen "X" (für "Reverse Lend Lease") zu tief standen; daher mussten Weiß und Blau auseinandergeschnitten und korrekt wieder zusammengesetzt werden. Alle anderen Markierungen ließen sich anstandslos verarbeiten; für die gelbe "10" am Kühlergrill allerdings musste ich eine 0,25mm Styrolplatte von 6mm Durchmesser schneiden.

Fazit

Ein Bausatz, der um Längen besser ist als sein CCKW-"Konkurrent" von Hobby Boss. Wie gezeigt, hätten eine Reihe von Dingen besser gemacht werden können, aber die erforderlichen Nacharbeiten hielten sich im Rahmen. Bedauerlich nur, dass ICM die wirklich auffällige Sicke im Dach nicht berücksichtigt hat, als man den Boden des Fahrerhauses korrigierte.

Und noch eins: Das Bild des vermutlichen Prototyps zeigt das Ende des Auspuffrohrs waagerecht VOR dem Schmutzfänger, wie auch der Kit. Auf allen Bildern von Standard-Studers geht das Rohr HINTER dem Schmutzfänger in einem Bogen abwärts, wie es das beim CCKW 353 spiegelverkehrt macht – keine Ahnung, was hier korrekt wäre

Bewertung:

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detaillierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****




Empfohlene Referenzen:

© 01/2026 Peter Schweisthal

386 Leser dieses Bauberichts seit dem 01.01.2026


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