on Tour: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden

Diese Tour führte unseren Gast-Tourer Christoph Garski nach Dresden zum

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr in Dresden

Im alten Arsenalgebäude der ehemaligen Kasernenanlage am Olbrichtplatz befindet sich das Militärhistorische Museum zu Dresden. Bereits zu Anfang des 20. Jahrhunderts ein Museum, kann man auf über 10.000 qm ( incl. Freigelände ) Ausstellungsfläche 600 Jahre deutscher Militärgeschichte begutachten.
Leider ist das Freigelände seit Kurzem wegen umfangreicher Umbauarbeiten für den Publikumsverkehr gesperrt, eine sehr nette Museumsmitarbeiterin versicherte mir jedoch, daß man nach Rücksprache eine Führung mit dem "Meister des Großgeräts" - Herrn Fleischer - während der Werktage vereinbaren könne !
Ein Großteil der Magazine, die das Großgerät beherbergen, sollen im Jahre 2003 wieder dem Publikum zugängig gemacht werden, das gesamte Freigelände erwartet dann 2005/6 den interessierten Besucher in neuem Glanz !

Die Ausstellung ist in verschiedene Epochen unterteilt, angefangen mit den Waffen der deutschen Militärgeschichte von 1500 bis 1900, über den großen Krieg bis 1918, und im Anschluß die Zeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges 1945. Diese Teile der Ausstellung sind liebevoll in Szene gesetzt; es werden neben Fahrzeugen und Waffen auch Modelle und Uniformen gezeigt. Und ein paar Bodenfunde, u.a. auch aus Kummersdorf !
Im Foyer befinden sich einige Fahrzeuge der UN-Truppen in Jugoslawien und verschiedene Munition, die in Zusammenarbeit mit der WTS / Koblenz ausgestellt wird.

In der Großgerätehalle finden sich neben SdKfz. 251/D, Hetzer, StuG III und SwS auch alliierte Panzer und ein Klein-U-Boot. Leider geht es hier sehr beengt zu.

Im oberen Stockwerk des Arsenalgebäudes befinden sich Ausstellungen zu der Zeit nach 1945, die NVA teilt sich einträchtig die Größere der beiden Räumlichkeiten mit der Bundeswehr, hier stellt sich die Zeit der beiden deutschen Armeen bis 1989 dar. In einer weiteren Sonderausstellung wird die Zeit der wiedervereinigten Bundeswehr ab 1990 gezeigt.

Ein Großteil der Ausstellungen wird von Computerdisplays mit Touchscreens begleitet, man kann sich also Filmsequenzen u.s.w. zur jeweiligen Thematik ansehen.

Ein Besuch des MHM in Dresden lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn das Freigelände z.Zt. nicht , oder nur nach vorheriger Absprache zugänglich ist. Der Eintritt ist frei, kostenlose Führungen sind auch möglich, eine vorherige telefonische Anmeldung ist jedoch erwünscht !

Die Anfahrt ist denkbar einfach, die S-Bahnlinien 7 und 8 (Fahrkartenautomaten in der Bahn!) führen aus dem Stadtzentrum die Königsbrücker Straße in Richtung Neustadt (Weixdorf/Hellerau) hoch, und halten an der Stauffenbergallee. Wendet man sich in die Richtung, aus der man gekommen ist, geht man einfach nach schräg links (Richtung 8.00 Uhr) durch den Park am Sowj. Ehrenmal vorbei, und steht schon vor dem Museum !
Ich empfehle, bei einem Reiseveranstalter eine Städtetour nach Dresden zu buchen, wenn es geht, das Holiday Inn nehmen ( vier Sterne, vom Feinsten !!! ), das ist zu Fuß nur etwa 5-10 min. vom Museum entfernt!

Ferner gibt es noch Ausstellungen auf der Festung Königsstein, Tel. (035 021) 6 46 80 , Rüstungen und Blankwaffen sind in der Rüstkammer des Zwingers zu besichtigen. Mir fehlte leider die Zeit...

Anschrift:

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Olbrichtplatz 2 ( Stauffenbergallee / Hans-Oster-Straße hoch )

01099 Dresden

Tel.: (0351) 8 23 28 03 Fax: ...2805

Öffnungszeiten:

Geöffnet : Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 17.00 Uhr ( wie fast alle Museen in DD )

Eintritt : FREI

Abschließend bleibt zu sagen, daß sich eine Reise nach Dresden nicht nur wegen der MHM lohnt, "Elbflorenz" bietet Kultur, vor allem auch Szenekultur in der ( vom Bombenterror weitgehend verschonten ) Neustadt !

 

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