Panzer IV Ausf.H Krupp Entwurf W1466


 

Das Original

Der Panzerkampfwagen IV (kurz PzKpfw IV oder Panzer IV) war ein mittlerer deutscher Panzer des Zweiten Weltkrieges. Anfangs nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt, wurde der von Krupp entwickelte und von 1937 bis zum Kriegsende produzierte Panzer IV mit 8500 Exemplaren der meistgebaute deutsche Panzerkampfwagen. Der zunächst mit einer kurzen Kanone ausgestattete Panzer war ursprünglich als Unterstützungsfahrzeug gedacht, jedoch änderte sich sein Einsatzspektrum mit dem Einbau einer langen Kanone grundlegend. Obwohl er aufgrund der Rezeption in der Militärliteratur nicht den Bekanntheitsgrad eines Panther oder Tiger erreichte, war er in der zweiten Kriegshälfte der wichtigste deutsche Panzer. Der Panzerkampfwagen wurde in unterschiedlichen Ausführungen an nahezu allen Fronten eingesetzt. Darüber hinaus diente das Fahrgestell als Basis für zahlreiche weitere Waffenträger.
(Quelle: Wikipedia)

Krupp projektierte im Januar 1943 eine Weiterentwicklung des Panzerkampfwagen IV mit geneigten Panzerplatten unter dem Projekt W1466. Offiziell als Ausführung H sollte diese dem Panzer IV ein deutlich verbessertes Schutzniveau bieten.

Allerdings zeigte sich, dass durch die neue Panzerung das Gesamtgewicht des Panzer IV nochmal um 2-3 Tonnen ansteigen würde und sowohl Laufwerk mit Laufrollen als auch das Lenkgetriebe über alle Maßen belasten würde, zumal der Panzer IV bereits eh deutlich über dem ursprünglichen Gewicht lag für das das Laufwerk ehedem ausgelegt war.
Zusammen mit zu erwarteten höheren Treibstoffverbrauch und der Unterbrechung der Panzer IV Produktion, entschied man sich letztlich gegen diese neue Version, insbesondere da zu diesem Zeitpunkt der Panther bereits in den Startlöchern stand.

Der Bausatz

Was findet sich im Bausatzkarton (37 x 24 x 6,5 cm) mit Stülpdeckel? Zum Vorschein kommen 11 Rahmen, eine Panzerwanne, ein Turmoberteil und eine Rommelkiste. Dazu noch ein kleiner PE-Bogen, Decals und ein Metallseil.

Beim Betrachten der Bauteile werden sich einige verwundert die Augen reiben stammen doch alle Spritzlinge bis auf einen Rahmen von Border. Bekannte aus den verschiedenen Panzer IV Bausätzen, eben die von Border. Lediglich einen Spritzling steuert hier Amusing Hobby bei.

Das ist die neue Oberwanne mit schön strukturierten neuen Kettenabdeckungen und eine neue MG-Blende mit einem dazu passenden gepanzerten MG 34. Kleinteile für das Fahrwerk und eine neue Heckplatte finden sich ebenfalls.

Erfreulicherweise sind die Gimmicks, die wir von den anderen Pz.IV Bausätzen her kennen, nicht verschwunden. Zwei Eimer, zwei Laufrollen ohne Gummibandagen, zwei Kanister und die bekannten Kettenglieder eines T-34.

Allerdings wird einem schon beim ersten Blick auf alle Spritzlinge klar das sehr viele Teile in die Ersatzbox wandern werden. Uns freut es.

Sehr schön und filigran dargestellt sind die Oberflächendetails der einteiligenden Unterwanne, bei der diverse Aufbauteile mit angegossen sind. Alles top umgesetzt.

Modellbaufreundlich umgesetzt ist auch das Laufwerk. Ohne Details zu verlieren sind nur wenige Bauteile zu montieren. Absolut gut gemacht die Laufrollen, die mit dem Herstelleraufdruck “Continental” punkten. Toll gemacht auch die Heckplatte. Hier ist besonders die detailreiche Anhängerkupplung, die aus mehreren Teilen besteht, erwähnenswert.

Die Kette besteht aus Segmenten und Einzelgliedern mit offenen Führungszähnen. Beim oberen Kettentrumm ist der Durchhang sehr realistisch dargestellt. Jedenfalls eine Kette, die durch ihre Filigranität aktuell kaum überboten werden sollte. Erfreulicherweise finden sich bei meinem Muster nur ganz wenige, fast nicht wahrnehmbare Auswerferstellen.

Die Panzeroberwanne von Amusing Hobby kommt in einem Stück daher. Schweißnähte sind vorhanden, allerdings kommt mir dieser Gußrahmen etwas soft daher. Trotzdem hinterlassen die Bauteile in sehr guten Eindruck. Das gilt auch für die neuen Kettenbleche. Luken für Fahrer und Funker steuert wieder Border bei. Diese sollte man geschlossen einbauen da der Innenraum mit einer fehlenden Einrichtung glänzt.

Durch die Konstruktion bedingt werden nur wenige Werzeuge montiert. Damit bleibt ebenfalls eine größere Anzahl von Werkzeugen für die Sparebox übrig. Erfreulicherweise liegt uns das Werkzeug meistens mit und ohne Halterungen bei. Die angegossenen Verschlüsse zeichnen sich durch eine absolut gute Feinheit aus. Pe-Teile sind in meinen Augen überflüssig.

Das Turmoberteil ist einteilig und bereits mit schönen Details versehen. Man sieht Senkkopfschrauben auf dem Turmdach, Schweißnähte etc. Dazu kommen noch eine Reihe weiterer Bauteile die es zu verbauen gilt. Unter anderem die sehr gut gestaltete mehrteilige Kommandantenluke (Klarteile für die Sichtblöcke wären schön gewesen.), die seitlichen Luken, die Rommelkiste und noch etwas Kleingedöns. Alles sehr gut gemacht. Nebelwurfbecher in feiner Ausführung stehen als Option zur Verfügung.

Für die Hauptwaffe stehen einmal die 7,5cm L/48 und die 7,5cm L/70 zur Auswahl. Beide Rohre überzeugen auch in Plastik und sind je nach Wahl nur mit der dreiteiligen Mündungsbremse (Zwei zur Auswahl) zu versehen. Aus wenigen Teilen besteht die Außenverkleidung. Ebenfalls sehr gut umgesetzt. Das Innenleben der Kanone ist ebenfalls enthalten und wird höhenbeweglich mit Blende in die Turmfrontplatte eingesetzt.

Ob man das im Kit enthaltene FlaMG verbaut soll jeder für sich selbst entscheiden.

Schön auch die Beigabe des Abschleppseils aus gedrehter Litze. Lediglich die Kauschen werden angebaut.

Bleibt uns nur noch ein kleiner PE-Bogen der alle nötigen Teile beinhaltet. Auch sehr gut gemacht dürfte die Verarbeitung niemanden überfordern. Bei den Decals ist nur eine(!) Turmnummer und drei Balkenkreuze vorhanden. Ein bisschen schwach; etwas mehr hätte es durchaus sein dürfen.

In 15 Baustufen führt uns die Bauanleitung im DIN A4 Hochformat durch den Bau des Panzers. Die Zeichnungen sind gut lesbar und nicht mit Teilen überladen. Fragen dürften sich keine ergeben.

Schwach aus meiner Sicht das nur eine Bemalungsvariante, by MIG Jimenez, vorgegeben ist. Aber es gibt Schlimmeres…

Die Farben sind auf Ammo by MIG ausgerichtet.

   

Der Bau

Der Bau dieses Bausatzes beginnt, wie so häufig, mit dem Bau des Laufwerks an die Unterwanne, die angenehmerweise bereits einteilig von Border Model gespritzt beiliegt.
Die je vier Radstationen pro Seite sind recht anwenderfreundlich mit wenigen Teilen und doch schönen Details gestaltet ... allein die aufgeprägten Nummern auf den jeweiligen Halterungen an der Wanne sind wahres "Eye Candy". Das Laufwerk ist nicht beweglich, was auch die Nutzung er Segmentketten bedingt - vor allem bleibt der Bau des Laufwerks dadurch wesentlich einfacher. Nach dem Aufkleben der Abschlussdeckel sollte man auf einer ebenen Fläche und mit scharfem Auge von unten und hinten prüfen dass alle 8 Laufrollenstationen eben aufliegen und zueinander in einer Flucht sind.

Die Laufrollen setzen sich aus je zwei Einzelrollen zusammen und beim ankleben an die Laufrollenstation sollte man kurz im Blick haben, dass man die Ausrichtung er Bandagenbeschriftung etwas variiert. Beim Anbau und mit den Daten des Originals im Hinterkopf kam mir die Idee, dass es an sich schlüssiger gewesen wäre diese Panzer IV Version mit dem übermäßig hohen Gewicht mit Stahllaufrollen auszustatten - liegen leider nicht bei und ich hatte im Urlaub (wo ich diesen gebaut habe) auch keine entsprechenden Laufrollen mitgenommen.
Die Heckplatte, die noch extra in die Unterwanne eingeklebt werden muss ist ein wenig widerspenstig und schnappt nicht locker in vorgegebene Aussparungen der Wanne ein. D.h. man muss mit Kleber bewaffnet die Heckwand in die Unterwanne einsetzen und dann wirklich von innen und aussen schauen, dass sie gerade drin sitzt und vor allem an den Seiten und unten weder übersteht noch Spalten bildet. Das ist ein bisschen schade, aber nichts was man nicht hinbekommen kann.

An der Heckwand werden ein paar Kleinteile verbaut und natürlich der große Auspufftopf, der zwar mehrteilig ist, aber soweit raffiniert aufgeteilt, dass dies später kaum sichtbar ist. Bei den Aufnahmen der Leitradkurbeln muss man zum einen schauen, dass man sie richtig und spaltenfrei anbaut und vor allem ob im Inneren alle Auswerfer komplett versäubert sind - bei mir war die Aufnahme quasi komplett blockiert.


Dann kann man schon an den Anbau der Kettenbleche rangehen. Die beiden vorderen Bleche sind an sich durch einen Umgriff, der in eine Aussparung der Wanne eingreift, sitzen diese schon recht stramm und gut ausgerichtet - aber an der vorderen Schräge erschließt sich mir die Passung nicht wirklich, denn da mangelt es leider an zueinander eingreifenden Elementen, sodass man hier buchstäblich etwas "in der Luft" hängt. Man kann probeweise die Oberwanne auflegen um die Sitz der Kettenbleche zu überprüfen. Auf jeden Fall sollte man hier den Kleber ordentlich durchtrocknen lassen, bevor man hier weiter herumhantiert. Die hinteren Kettenbleche setzen sich dann recht einfach an die Unterwanne und die vorderen Kettenbleche an - hier sollte es keine Probleme geben.


Dann kann es tatsächlich auch schon an das Verkleben der Oberwanne gehen ... hier gibt es viel Klebearbeit und man muss einen Kleber verwenden, der nicht zu schnell anzieht, damit man einmal rundum kommt, bevor der Kleber am Anfang schon fest ist. Hier muss man gerade im vorderen Bereich achtgeben, da die Oberwanne recht eng passig sitzt, dass zur Bugplatte und auch zu den vorderen Kettenblechen keine Spalten bleiben. Diese sollte man, während der Kleber trocknet ggf. mit sanfter Gewalt in die richtige Position drücken. Wenn die Oberwanne an den Seiten zu den Kettenblechen etwas absteht, keine Panik, das sollte man gesondert nochmal mit Kleber nachbehandeln und andrücken, sobald der Rest der Oberwanne wirklich fest ist.

Es folgen die Anbauten der Kleinteile an der Frontplatte mit der MG Blende und der Fahrersichtluke - bei letzterer ist schade, dass sie nicht mit Innenhalterung beiliegt, sodass man die nicht offen darstellen kann.
Die Halterung für Ersatzkettenglieder an der unteren Bugwand passt sich gut mit den Schleppösen zusammen - die Halterungen aus den PE Blechen auf der oberen Bugplatte sind indes eine kleine Herausforderung. Hier empfehle in unbedingt den entsprechenden Kettenstrang schon zusammenzusetzen und quasi als Vorlage aufzulegen und die PE Teile dann entsprechend drumherum zu platzieren, da die Positionen sonst nicht eindeutig hervorgehen.

Weiter geht es mit dem Anbau weiterer Kleinteile an die Oberwanne, wie die Lukendeckel für Fahrer und Funker, der Bosch Scheinwerfer und die Schließklappen für die Motorluft auf den Seitenblechen. Das in der Anleitung vorgesehene Werkzeug habe ich erstmal weggelassen, da ich dem Panzer die komplette Werkzeugausstattung von Panzer IV verpassen wollte, aber schauen musste wie man diese am besten arrangiert ...
Ich habe dazu alle Werkzeuge aus den Spritzlingen getrennt und den mir passenden Sitz dafür zurechtgepuzzelt - da es das Fahrzeug nie tatsächlich gab, hat hier jeder seine Interpretationsfreiheit. Am schwierigsten war den großen Wagenheber zu verstauen.

Zusammen mit dem Antennensockel, der zum Glück dem Bausatz beiliegt an der für Ausf.H passenden Stelle hinten links am Motorraum. Das Rohrreinigungsgerät (von dem interessanterweise mehrere Versionen beiliegen) muss ein klein wenig gekürzt werden um dort an der Seitenwand neben dem Antennensockel zu passen.
Der recht große Unterlegklotz kommt an die Motorraumrückwand.
Die anderen Werkzeuge verteilen sich relativ gutauf dem anderen Kettenblech, der anderen Seitenwand und auf dem Motordeck. Man muss dabei nur drauf achten, dass diese mit dem Turm nicht ins Gehege kommen.

Auf dem Motordeck muss noch ein Handgriff für die rechte Luke angebaut werden, der in der Anleitung nicht vermerkt ist, aber im Bausatz enthalten ist - es handelt sich um J57.

Falls nicht schon erfolgt, kann mit dem Aufkleben der Oberwanne die hintere Motordeckplatte eingeklebt werden. Diese passt erstaunlich gut und spaltenfrei - tatsächlich tut man gut daran beim aufkleben der Oberwanne dieses Bauteil trockenanzulegen um den Sitz der Oberwanne zu prüfen.

Dann kann es an den Bau des Turms gehen ... bzw. müssen hier erstmal einige Vertiefungen verspachtelt werden, die ursprünglich für die Halterungen der Turmschürzen gedacht waren. Hier sind die Angaben in der Anleitung nicht ganz eindeutig. Hier muss man genau hinschauen was gemeint ist (was in der Anleitung direkt neben den Turmluken ist, ist tatsächlich "um die Ecke" an der Rückwand und auf dem Turmdach sind die vorderen der beiden Vertiefungen neben der Kommandantenkuppel gemeint. Im Zweifelsfall die entsprechenden Teile auflegen und überprüfen.
Am Turmstaukorb müssen die beiden angegossenen Ansatzplatten abgetrennt werden - irgendwie ist mir das durchgegangen, aber auch nicht weiter dramatisch.

Als nächstes ist die Kanone zusammenzubauen - hier kommen einige Teile zusammen. Erfreulicherweise ist das Rohr einteilig und die feinen Gussnähte lassen sich ganz leicht entfernen. Die Mündungsbremse ist mehrteilig und das Aufkleben sollte dann sorgsam erfolgen, damit diese in einer Flucht auf dem Rohr sitzt.
Da der Turm an sich leer ist, müsste man gar nicht unbedingt das Innenleben der Kanone anbringen, aber es ist ein gutes Gegengewicht zum Rohr, obwohl die Einpassung für die Höhenbeweglichkeit schon recht stramm sitzt. Die Innenteile der Kanone sind etwas fummelig und man muss hier und da die Teile mit etwas mehr Kraft einpressen, damit sie genau passen.
Das Einpassen von Kanone in die Blende und diese wiederum in die Fronplatte und diese wiederum in Turmober- und unterteil geht recht gut vonstatten. Wie immer
muss man gerade beim Einkleben der Frontplatte und des Turmunterteils darauf achten, dann an allen Kontaktflächen die Platten exakt eben abschließen und keine Spalten bilden.

Als nächstes werden dann die seitlichen Turmluken und weitere Kleinteile angebaut. Die Kommandantenkuppel ist wieder mehrteilig und man muss genau schauen welche Teile man da verbaut, ob nämlich die Sichtschlitze offen oder geschlossen sein sollen. Die einzelnen Teile muss man dann doch etwas fester zusammenpressen, damit die Kuppel auch spaltenfrei zusammensitzt. Der Umlaufring um die Kuppel muss auch exakt in
die vorgesehenen Vertiefungen eingepasst werden, damit er überall eben aufliegt. Den vor der Kuppel aufgestellten Pfeilzeiger kann man mit dem PE Teil oder auch mit dem Plastikteil B6 darstellen.
Dann wird nur noch die Staukiste und an den Turmseiten die Nebelwurfbecher angeklebt - letztere setzen sich aus den je drei Bechern und dem Halter mit separatem Haken zusammen. Der Haken ist recht klein und man sollte zusehen diesen nicht zu verlieren - denn ohne sieht es komisch aus.


Nach der Bemalung müssen dann noch die Ketten aufgezogen werden. Ich habe dazu die Segmente mit den entsprechenden Einzelgliedern zu einem Strang zusammengebaut. Aber Achtung! Ich musste allerdings am hinteren Kettenumlauf zwei Glieder und am vorderen Umlauf ein Kettenglied ergänzen, damit die Kette komplett rumgeht. Nach der Bemalung und bevor der Kleber endfest wurde und habe diesen Strang auf das Laufwerk gezogen - natürlich so, dass das obere Segment mit dem eingearbeiteten Durchhang exakt mit den Stützrollen positioniert harmoniert. Der Rest wird dann um Treib und Leitrad gezogen und am unteren Ende verbunden.

Der Bau

Als Erstes steht wie immer bei mir das Studium der Bauanleitung an. Diese ist angenehm strukturiert und mit 15 Kapiteln auch nicht überladen.
Vorgabe für mich: Wegfall der Nebelwurfanlage, der Halterungen für Ersatzkettenglieder und dem Fliegerbeschußgerät. Dafür zusätzlich einige Werkzeuge auf dem Motordeck und eine äußerst subtile Alterung. Also schlicht und einfach. Aber auch um den Gesamteindruck des schrägen Bugs zu erhalten.

Skeptisch zuerst hinsichtlich der Passung von zwei Firmen fing ich mit der Panzerwanne an. Aus den Baustufen eins bis vier sucht ich mir alle Teile zusammen  die zum vollständigen Bau des Panzerkastens führen würden. Unter- und Oberwanne, Heckplatte und Kettenabdeckungen. Diese Komponenten passten nach der üblichen Nacharbeit erstaunlich gut und spaltenfrei zusammen.
Begonnen habe ich mit dem Einbau der Heckplatte, die zuerst beim anpassen etwas störrisch erschien. Das relativierte sich sobald Klebstoff in das Spiel kam und das Material leicht angelöst wurde. Perfekter Sitz ist der Lohn…

Im nächsten Schritt kamen die Kettenbleche dran. Einwandfreier Sitz auch hier. Im ersten Moment irritierend war die eigenwillige Ausformung/Passung an der vorderen Schräge.
Diese Irritation löst sich aber auf sobald die Oberwanne aufgesetzt wird. Diese Ausformung stellte sich nämlich als Führung für die Klebeflächen des vorderen Bereichs der Oberwanne heraus. Vorausgesetzt es wurde sauber gearbeitet bleibt nur ein kaum wahrnehmbarer Spalt der durch das Seitenvorgelege verdeckt wird.

Da die Unterwanne bei mir einen größeren Verzug aufwies spannte ich nach Verklebung der Teile mit Ketone alles stramm mit Einmachgummis über Nacht auf eine Glasplatte. Bis der Klebstoff am nächsten Tag richtig ausgehärtet ist nimmt das Bauteil seine ursprüngliche Form wieder an. Ziel erreicht; alles korrekt und plan ausgerichtet! Und damit hatte ich die komplette Panzerwanne vor mir liegen.

Im Anschluß daran konnten problemlos alle Teile, die mit der Wanne fest verbunden sind, montierte werden. Bitte aber unbedingt die Vorgaben für den Spritzling B beachten! Angefangen habe ich mit den Radstationen (Auf die richtige Lage achten.) und den Seitevorgelegen. Eine Prüfung ob der Panzer auch plan aufliegt sollte in Betracht gezogen werden. Einfach die Wanne auf eine Glasplatte oder ähnliches auflegen. Evtl. Fehler würden sich jetzt zeigen.

Weiter ging es mit der Heckwand. Einige kleine Teile sind zu verbauen die manchmal der Nacharbeit bedürfen damit die richtige Passung gegeben ist. Aber alles easy und mit ein paar Feilenstrichen schnell behoben. Sehr schön gemacht auch der markante Auspufftopf sowie die Schleppkupplung. Die ursprünglichen Halterungen aus dem Bausatz für das Abschleppseil wurden von mir aus Stahldraht ersetzt. Das Plastikmaterial erschien mir zu wenig widerstandsfähig.

In Folge werden weitere Teile verbaut. So die Blende für das MG, der Scheinwerfer und die Fahrersehklappe, die nur in geschlossenen Zustand gebaut werden kann. Die Luken für Fahrer und Funker werden jetzt ebenfalls montiert, ebenso die Abdeckungen der Lüfter.

Auf die Seite gelegt wurde das Werkzeug. Bei dem Werkzeug hat man eh die Wahl was man noch auf dem Motordeck platzieren könnte. Laut Bauanleitung werden nur die hinteren Kettenbleche mit Werkzeug bestückt.

Als nächstes habe ich mich mit dem Laufwerk beschäftigt. Hat mir doch ein lieber Freund einen Wurm in das Ohr gesetzt… Man könnte doch die ersten beiden Laufrollen durch solche aus Stahl ersetzten… Oder? Würde sicherlich die Optik aufwerten…
Gut, also kam jetzt ein Kit von Tristar (German Pz IV Wheel Set) zum Einsatz.
Die Stahllaufrollen waren schnell zusammengesetzt und wurden probehalber angepasst. So weit, so gut. Allerdings passten diese Räder optisch nicht zu denen des Bausatzes.
Folglich mussten auch die restlichen Räder von Tristar verarbeitet werden.  Und wer diese Kits kennt, der weiß wieviel Arbeit da drin steckt. Alle Radreifen mussten innen so weit ausgefräst werden das sie auch auf die Felgen passten. Eine prominente Naht auf der Außenseite fiel ebenfalls einer Feile zum Opfer. Ohne Nacharbeit passen die Räder auf die Achsstummel die ebenfalls zur Seite gelegt werden.

Allerdings ergab sich damit ein weiteres Problem. Die im Bausatz enthaltenen Ketten dürften nicht passen. Ich habe hier aus Zeitgründen auch keinen weiteren Versuch gestartet sondern direkt auf Ketten von RFM zurückgegriffen. Diese sehen sehr gut aus und sind auch relativ schnell gebaut.

Jeweils sechs einzelne Kettenglieder in die beiliegende Lehre legen und die Bolzen mit dem Gußansatz links und rechts einschieben. Alles durch einen etwas dickflüssigen Kleber oder Klarlack sichern. Funktioniert einwandfrei und die Beweglichkeit der Kette ist auch gegeben.

Bleibt noch der Turm. Ärgerlich, aber bei diesem Bauteil sind erst mal alle Öffnungen für die Stützen der Turmschürzen zu verschließen. Auch erhabene Platten an der Rückseite der Rommelkiste sind zu egalisieren. Nachdem das erledigt ist kann die Turmaußenseite mit weiteren Teilen entspannt bestückt werden.
Beim Turm habe ich mich für geschlossene Sichtblöcke entschieden. Ohne Auffälligkeiten gelingt der Bau des Turminneren, wobei der Verschlußblock im Fokus steht. Das kann man sich aber  schenken, wenn das Modell wie bei mir mit geschlossenen Luken dargestellt wird.

Das Rohr ist einteilig und nur noch von einer fast nicht sichtbaren Naht zu befreien. Mit einem feinen Schleifpapier ist das sofort erledigt. Die Mündungsbremse ist mehrteilig und macht einen richtig guten Eindruck. Sorgfalt bei der Montage ist notwendig damit die Waffe in der Gesamtheit eine Flucht bildet. Mit dem Einbau der Kanone in die Blende und alles zusammen in die Frontplatte ist auch dieses Thema durch.

Und damit können wir Phase III ebenfalls abhaken.

   
Bemalung/Alterung

Die Bemalung erfolgte dieses Mal wie gewohnt, indem zunächst die Sprühgrundierung von Games Workshop in schwarz aufgesprüht wurde. Diese ergibt eine sehr schöne und sehr gut haftenden Oberfläche und färbt auch PE Teile zuverlässig.

Auf ein Pre-Shading habe ich dieses Mal verzichtet, da drei Farbaufträge folgen und daher am Ende nichts vom pre-shading übrigbleiben würde - da kann man sich also die Arbeit sparen.

Also wird als erstes die die Grundfarbe aufgesprüht - ich habe mich (leider) für die Verwendung von AK Interactive 3rd Generation Farben entscheiden, die für mich neu waren, aber allerorten als DIE neue Farbe angeboten werden - also Zeit sich diese mal genauer anzusehen.
Hätte ich es mal sein lassen - zumindest für die angedachte Bemalung mit Schablonen.

Die Erfahrung mit dieser Farbe ist, dass sie entweder flockig in großen, groben Sprotzern aus der Airbrush kommt und sich an der Düsenspitze innerhalb von Sekunden dicke Farbbrocken ansammelt ... nur wenige Tropfen Verdünner dazu führte dann dazu dass eine dünne Brühe an Farbe nahezu unkontrollierbar aus der Airbrush schoss ... und diese dünne Brühe kriecht natürlich überall unter die winzigste Erhebung der Masken ... eine echte Sauerei.
Zwischen diesen beiden Zuständen gab es nur wenige lichte Momente wo brauchbare Farbe auf das Modell kam - der ganze Lackiervorgang dauerte daher Stunden. :-(

Aber zurück zum Thema - wer mit den Farben klarkommt oder es auch probieren mag - als Basisfarbe habe ich AK11309 RAL6003 genommen und ein wenig mit AK11149 Intermediate Green aufgehellt und grüner gemacht ... ist mir am Ende doch etwas zu sehr hellgrün geworden. Mit etwas weiß habe ich es nach dem ersten Auftrag weiter aufgehellt und die vertikalen Flächen mit Highlights versehen.

Dann kommt der spaßige Teil, wenn die Probleme mit der Farbe nicht schon ihren Teil dazu beigetragen hatten. Denn ich möchte das Modell ja in dieser Tarnung mit Punkten und Kreisen in Dreifarbtarnung haben. Deswegen begann meine Airbrushorgie auch mit der grünen Farbe.
Für die Tarnung habe ich das Maskenset "Ambush" (#WW2013-35) von Solid Scale genutzt, das bereits sehr schöne Flächen und Einzelkreise als geplottete Klebefolie anbietet. Die übliche Problematik von Folien über Ecken, Kanten und Oberflächendetails muss man mit Skalpell und Maskierflüssigkeit ausgleichen - im Endergebnis wirklich eine tolle Optik - doch dazu später mehr.

Die Masken habe ich aus dem Bauch raus und pi mal Daumen auf dem Modell angebracht - und zwar dort, wo ich später grüne Flächen und Punkte haben wollte.

Ist das abgeschlossen, folgt das übersprühen des Modells mit der rotbraunen Farbe AK11328 RAL8012.
Hier fing es dann an, dass es ärgerlich und nervig war, wenn die Farbe mal wieder in superflüssiger Form aus der Airbrush kam, die direkt unter die Masken kriechen konnte.
Mit etwas weiß habe ich die Farbe nach dem ersten Auftrag weiter aufgehellt und die vertikalen Flächen mit Highlights versehen


Hier auf jeden Fall auch wieder die Farbe ordentlich trocknen lassen, bevor man die zweite Schicht an Masken aufbringt, die dann die braunen Flecken darstellen werden.

Sind diese aufgebracht, wird Final die gelbe Farbe aufgebracht (mit der ich in der Airbrush tatsächlich am meisten zu kämpfen hatte) ... ich habe hier AK11320 dunkelgelb RAL 7028 genutzt. Diese kam im ersten Auftrag extrem hell, fast weiß rüber, aber in der zweiten Schicht zeigte sich eine angenehme helle gelbe Farbe.
Auch hier habe ich ganz zum Schluss mit etwas weißer Farbe das gelb nach dem ersten Auftrag weiter aufgehellt und die vertikalen Flächen mit Highlights versehen, wobei diese Schritt so gut wie gar nicht zur Wirkung kommt.

Danach etwas trocknen lassen und dann vorsichtig die Masken abziehen und da Gesamtkunstwerk kritisch beäugen. In diesem Fall ist durch die stellenweise, sehr flüssige Farbe, die aus der Airbrush geschossen kam, an einigen Masken Farbe druntergelaufen. Hier habe ich ganz vorsichtig die entsprechenden Kreise mit der jeweiligen Farbe mit einem feinen Pinsel nochmal per Hand nachgemalt.
Danach die Farbe in Ruhe durchtrocknen lassen.

Dann habe ich Decals aufgebracht, bzw. da ich die aus dem Bausatz nicht nehmen wollte, habe ich hier die Balkenkreuze, Turmnummern und Einheitenabzeichen aus verschiedenen Archer Drytransfer Sets genutzt und die entsprechenden Abzeichen mit einem Bleistift aufgerubbelt. Auf diese Weise gibt es keine Scherereien mit silbernden Trägerfolien.
Danach folgt ein kompletter Überzug mit einem seidenmattlack - in diesem Fall von Amig. Diesen in mehreren dünnen Schichten auftragen, damit er seine volle Wirkung entfalten kann die Decals und die Farbe vor den folgenden Alterungsschritten zu schützen.

Aber erstmal geht es an die Detailbemalung.
Hier vor allem die Gummierung der Laufrollen, die ich per Pinsel mit "Vulcanized Rubber" von Lifecolor bemalt habe.
Die übrigen Details wie folgt: MGs mit seidenmatt schwarz, Metallteile des Werkzeugs mit Amig Gun Metal mit einem tropfen seidenmatt schwarz, Holzteile der Werkzeuge mit einem Ockerton grundiert und mit braunen Ölfarben streifig, nicht deckend nachbearbeitet, Auspufftopf mit Gun Metal grundiert und dann mit 3 verschiedenen Rost Pigmenten feucht aufgetupft, ebenso bin ich mit den Ersatzkettengliedern für den Wannenbug verfahren.

Dann geht es als nächstes an das Chipping, also die Darstellung von abgeriebener und abgeplatzter Farbe. Ich habe mir dazu ein kleines Stück Schaumstoff ausgerissen und tupfe im ersten Schritt an den entsprechenden Stellen ganz hellgelbe Farbe auf. Im zweiten Schritt mache ich das gleiche mit der Chipping Farbe von Amig, einem schönen, sehr realistisch wirkenden Farbton, der tiefere Farbabplatzer darstellt. Damit tupfe ich mit dem Schaumstoff vorsichtig die zuvor hellgelb betupften Flächen ab, wodurch sich mit etwas Geduld und Spucke dunkle Farbchips mit hellen Rändern ergeben ... natürlich nicht perfekt, aber für den ersten Eindruck reichts.
Das Schwierigste ist hier eigentlich zu bestimmer wo wieviel Farbabplatzer realistisch aussehen und aufzubringen sind. An den Wannenseiten kann man dies auch in Form von langgezogenen Kratzern machen vom durchfahren von Wäldern und Gebüschen. Hierzu nutzt man einen Zahnstocher oder sehr feinen Pinsel.

Als nächstes folgt das Filtering - hier habe ich mit verschiedenen Ölfarben kleine Punkte auf das Modell getupft, wobei angrenzende Flächen mit unterschiedlichen Farbkombinationen versehen werden. 
Der Clou dabei ist, dass dann mit einem weichen Rundpinsel und Verdünnung diese Ölfarben auf dem Modell verblendet und soweit wieder abgetragen werden, dass nur ein Hauch von Farbschleier zurückbleibt, der unterschwellig die Flächen in leicht anderen Farbnuancen erscheinen lässt und so für das Auge interessanter gestaltet.
Hier hat man auch gezielt Möglichkeiten Farben etwas nachzubearbeiten und die Gesamtwirkung abzumildern und die Farben zueineinander anzugleichen. Hauptintention ist aber auch Flächen voneinender besser abzuheben und abzugrenzen.
Dieser Vorgang sollte dann auch locker 24 Stunden trocknen gelassen werden, bevor es weitergeht.

Im nächsten Schritt geht es dann ans Streaking - hier werden die vertikalen Flächen mit Ölfarben behandelt um Laufspuren einzuarbeiten. Dabei malt man dunkle und helle Streifen vertikal auf Flächen und verblendet diese mit einem sauberen Flachpinsel und Verdünner mit Pinselbewegungen von oben nach unten, sodass die Striche nach unten dünner werdend auslaufen. Dies kann man auch mit Rosttönen so machen, wenn man Rostflecken simulieren will. Hier liegt der Clou in der Variation und der unterschwelligen Wirkung. Diese Streifen sollten nicht so markant sein, dass sie sofort deutlich ins Auge stechen.
Ich empfehle nach diesem Schritt 24 Stunden Trocknungszeit.

Es folgt das washing - das bedeutet, dass mit einer verdünnten, dunklen Farbe diese in Vertiefungen und an erhabene Details getupft wird, damit sich dort die dunkle Farbe sammelt und diese mit dem dunkle Ton betont und damit eine Hervorhebung der Details bewirkt. Gerade an den Schweißnähten und Nieten wirkt dieser Wash wirklich ganz ausgezeichnet und bringt die Strukturen besser zur Geltung. Ich habe mich hier für einen bräunlichen wash von Amig (Nr.1007) entschieden, wobei ich in Bereichen der grünen und braunen Farbe zu einem dunkleren Wash (Nr.1005) gewechselt habe um genügend Kontrast zu erreichen .
Und wieder empfehle ich hier 24 Stunden Trocknungszeit.

Danach geht es dann ans Trockenmalen.
Hier mische ich mir eine hellgelbe Ölfarbe an. Diese lasse ich ein paar Stunden auf einem Stück Pappe ruhen, damit das Öl aus der Farbe herausgezogen wird. Die so etwas entölte Farbe nehme ich auf einen Flachpinsel, streiche diesen auf einem weiteren Stück Pappe aus, bis keine Farbe mehr sichtbar abgegeben wird. Damit streiche ich dann über Kanten und erhabene Details. Durch die erhöhte Belastung an den Kanten bleiben die letzten im Pinsel verbliebenen Farbpigmente dort hängen und betonen diese mit einem hellen Farbton. Dadurch treten Details hervor und Kanten werden deutlicher sichtbar und geben für das Auge deutlichere Konturen ab.

Ist das angetrocknet kann es an den Bau (siehe weiter oben) und Bemalung der Kettenstränge. Nachdem der jeweilige Strang zusammengeklebt ist,habe ich diesen schnell mit Chaos Black grundiert und mit Track Color von Amig per Pinsel bemalt. Auf die feuchte Farbe habe ich Light Rust Pigmente eingetupft und auf der Innenseite und den Aussenstegen Gun Metal Farbe per Pinsel bemalt.

Ganz zum Abschluss tupfe ich helle Staubpigmente in den Laufwerksbereich und der Heckwanne - dezent und nicht zu viel.

Nach Abschluss dieses Arbeitsschritts ist damit auch die Bemalung und Alterung beendet

Bemalung/Alterung

Bleibt nur noch das Farbkleid für die einzelnen Komponenten.

            Panzerwanne
            Turm
            Laufrollen
            Ketten und
            Werkzeug

Zuerst wurde das Modell komplett mit Alkohol 99,9% abgewaschen um evtl. Öl- und Fettrückstände zu entfernen und die entsprechende Basis für die Farbe zu schaffen.

Im ersten Durchgang wurde alles, auch das Werkzeug und sämtliche Anbauteile mit Vallejo Dunkelgelb RAL 7028 grundiert, während die Ketten eine Grundierung mit Tracks Primer von AMIG erhielten. Die Innenseiten der Laufrollen erhielten eine Schicht Vallejo Oily Steel.

Das Dunkelgelb wurde anschließend in mehreren Schritten mit helleren Farbtönen aus dem Modulation Set von AMIG aufgehellt. Das mache ich immer aus dem Bauch heraus bis es mir gefällt. Deshalb gibt es auch kein allgemein gültiges Rezept von meiner Seite!!!

Die Radreifen wurden per Pinsel mit Rubber Tires von AK bemalt. Daneben erfolgte die vollständige Farbgebung der Werkzeuge und der Abschleppseile. Bei den Werkzeugen kamen verschiedene Holztöne von Life Color zum Einsatz während das Metall mit Metallic Black realisiert wurde. Oily Steel wurde abschließend zum Trockenmalen benutzt.

Im nächsten Schritt kam ein brauner Filter, gefolgt  von einem Wash zum Einsatz. Solange bis mir das Gesamtbild schlüssig erschien. Um der Farbe einen noch abgenutzteren Look zu verpassen habe ich mir eine weitere Mischung aus div. Washes, vorzugsweise Brauntöne erstellt.  Abschnittweise wurde diese auf die Oberflächen aufgebracht und gleich darauf mit in den Grundlack eingearbeitet. Dies geschah mit Hilfe eines Flachpinsels der nur eine Spur von Verdünnung aufwies. Das dauert etwas, lohnt aber.

Zeit für die Decals. Nach einer Schicht „Future“ wurden die wenigen Decals aufgebracht und versiegelt. Nach diesen Arbeiten durfte sich das Panzerchen erstmals 48 Stunden in einer ruhigen Ecke erholen…

In der Zwischenzeit widmete ich mich den Ketten. Alle Kontaktfächen wurden mit “Oily Steel von Vallejo”, teilweise mit “Metallic Black von Vallejo” gemischt, realisiert. Alles gefolgt von einem wieder dezenten Wash für Ketten aus der neuen Reihe “Acrylic Wash von A.MIG.

Fehlt noch der Auspuff. Dark Rust bildete die Grundlage auf der tupfend Light Rust und Yellowish Rust, alle von Panzer Aces, aufgebracht wurden.

So, nachdem alle Komponenten des Panzers ihre Farbe etc. bekommen hatten begannen auch schon die finalen Arbeitsschritte. Die Räder wurden angebaut und die Kette aufgezogen. Der Turm fand seinen Platz und die Werkzeuge wurden fixiert.

Noch einmal ein prüfender Blick. Kleinere Korrekturen wurden vorgenommen. Zum Beispiel an manchen Stellen ein erneutes bzw, stärkeres Detailwash. Lackabplatzer habe ich mir geschenkt. Sand und Light Sand aus dem Tamiya Weathering Master Set A wurden zum Abschluß noch sparsam auf die Räder, Ketten und speziell die unteren Bereiche der Wanne aufgebracht.

Auf dem Pamzer wurden noch Pigmente (Staub etc.) aufgebracht und in die Oberfläche eingerieben. Ausreichend, da das Fahrzeug in keinem Kampfeinsatz stand.

Jedenfalls bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

Fazit

Ein schnuckeliger kleiner Bausatz, der im momentanen Wust an Panzer IV Bausätzen durch die abgewandelte Form angenehm hervorsticht. Hier ist Amusing Hobby in Zusammenarbeit mit Border auf jeden Fall eine gelungene Kooperation und ein toller Bausatz gelungen! Hat Spaß gemacht (bis auf den Ärger mit den Airbrush Farben) und kann man auch ambitionierten Anfängern ans Herz legen - erfahrene Modellbauer können hier auch sicher noch einiges rausholen nach eigenem Gusto.

Fazit

Ein richtig schöner Kit, der auch fortgeschrittene Anfänger vor keine unlösbaren Probleme stellen sollte. Mit entsprechender Sorgfalt kommt man auch ohne Spachtelmasse aus, da die Bauteile absolut passgenau sind. Richtig gut gemacht.

   
Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****


© 03/2022 Thomas Hartwig / Mike Kryza

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