Pionierpanzer AEV-3 Kodiak


 

Das Original

Der Pionierpanzer Kodiak AEV3 ist von Rheinmetall Landsysteme GmbH und RUAG Landsystems AG entwickelt worden.

Er basiert auf einem Leopard 2 Fahrgestell.

Das Fahrzeug ist 3,54m breit, 2,6m hoch und 10,2m lang ohne dass das Maschinengewehr mitgemessen wurde.

Auf der Straße erreicht der Panzer eine Geschwindigkeit von 68km/h. Das Fahrzeug wird zum Beispiel für das Herstellen von Ein und Ausfahrten benutzt. Der Kodiak ist geschützt gegen Streumunition, ballistische Projektile, Minen und Hochleistungsmikrowellen. Die Besatzung besteht aus 3 Mann Fahrer, Kommandant und einem Pionier. Die Sekundärbewaffnung ist ein 7,62mm MG3. Die Reichweite beträgt 550 km. Das Pioniergerät ist ein dreiteiliger Knickarmbagger der mittig angeordnet ist, des Weiteren hat der Kodiak ein Räum- und Stützschild und zwei 9 Tonnen Seilwinden. Da er eine Schnellwechseleinrichtung hat kann zusätzliches Werkzeug für den Pionier angebracht werden. Sechs Kameras bringen den nötigen Überblick für den Fahrer. Genutzt wird der Kodiak von der Schweiz, Schweden, Niederlanden, Singapur und ab ca. 2023 auch bei der Bundeswehr als Nachfolger für den PiPz Dachs.

Der Bausatz

Das Modell von Border (unter der Nummer BT-011) kann entweder als Schweizer Serie oder als deutsches Demonstrations-Fahrzeug gebaut werden. Es gibt eine kurze Historie in englisch und chinesisch. Der Bauplan führt in 28 Schritten zum fertigen Modell. Der Karton umfasst 22 graue Spritzlinge einen Klarglas Spritzling, Polycaps, drei PE Platinen, ein Metallseil für die Abschleppseile, einen Vinylschlauch für die Hydraulikleitungen, zwei Oberwannen eine für die Schweizer Armee und eine für das deutsche Demonstrations-Fahrzeug und ein kleinen Decal Bogen.

Am besten ist es, wenn man sich vor dem Bau für eine Version entscheidet, die man gerne bauen möchte, sodass keine unnötigen Baufehler entstehen. Die Farbangaben von Mig beziehen sich auf das Nato Dreifarb Tarn-Muster und auf ein ähnliches Muster von der Schweizer Armee, wo ich mir nicht so sicher bin, ob das so stimmt und von Border richtig recherchiert wurde.


Der Bau

Bevor mit dem Bau des Kodiak begonnen wird, sollte man den Bauplan genau studieren, sodass es bei der Bemalung später keine Schwierigkeiten gibt. Es ist sinnvoll, das Modell in Baugruppen zu unterteilen, sodass später keine unangenehmen Überraschungen auftreten.

Den Anfang macht die Wanne, die in diesem Fall dreiteilig ist. Begonnen wird mir den Seiten der Wanne, wo die Stützrollen angebracht werden und diverse Dämpfer. Am Heck sind nur wenige Teile  die montiert werden müssen. Ich lasse die Rückleuchten aus Glas weg, da es so leichter ist das Modell zu lackieren und einem so der Umstand des Maskierens erspart bleibt. Wenn man diesen Schritt geschafft hat werden die drei Teile zusammengebaut. Hierbei sollte man gut darauf achten, dass alle Teile sauber ausgerichtet sind und es später zu keinen Problemen beim Weiterbau kommt. Ist diese Hürde genommen, geht es mit den Torsionsstäben weiter. Diese werden in die Wanne nach Bauanleitung gesteckt und mit einem tropfen Plastikkleber an ihrem Ende vorsichtig verklebt, sodass ihre Beweglichkeit gewährleistet ist. Nun folgt ein Schwung Laufrollen die einen vor keine Probleme stellen sollten. Durch die Polycaps können diese zur späteren Lackierung und Alterung ohne Probleme wieder vom Laufwerk entfernt werden.

Vor dem nächsten Schritt sollte man sich entschieden haben welche der beiden Versionen man bauen möchte, Schweizer Serienfahrzeug oder den deutschen Demonstrator. Beide Versionen unterscheiden sich nämlich ein wenig. Border hat bei der deutschen Version vergessen ein Teil zu erwähnen und zwar das Teil C61. Das kann man aber gut bei der Schweizer Version sehen und Gott sei Dank ist es das gleiche. Als nächstes folgt die Kommandanten-Luke. Hier sollte man daran denken, die Winkelspiegel vor dem Lackieren zu maskieren. Die Nebelwerfer sind kein großes Problem, allerdings sollte man beim Scheinwerferzusammenbau große Vorsicht walten lassen. Insbesondere bei dem Teil D7 da dieses sehr fein gegossen ist und beim Rausnehmen vom Spritzling sehr leicht zerbrechen kann. Den Rückspiegel mit Halterung sollte man nach dem Lackieren und Altern des Modelles anbringen, da diese sonst leicht abbrechen könnten.

Das Teil G6 hat bei meinem Modell nicht wirklich gut gepasst, weswegen ich den Winkelspiegel H3 etwas gekürzt habe, sodass das Teil G6 dann darüber montiert werden konnte. Ob es an mir oder dem Modell lag, dass ich dieses Problem hatte, kann ich leider nicht sagen.

In Baustufe sechs wird die nächste Luke zusammengebaut. Bei dem unteren Ring der Luke wurde leider wieder die Spritzlingsnummer im Bauplan vergessen. Hierbei handelt es sich um das Teil U14. Laut Bauanleitung sollte auch hier schon das MG verbaut werden, ich habe aber nur das Teil U46 an seinem Bestimmungsort angebaut und bringe das MG erst nach dem Lackieren an. Baustufe sechs beinhaltet auch die Führungsrollen für die Seilwinden. Leider hat sich auch hier der Fehlerteufel eingeschlichen. Diesmal aber bei dem Spritzling selbst, es fehlt leider die Nummerierung an ihm (B53), aber man kann das Teil leicht identifizieren. Da dieses Teil aus einer Menge Kleinteilen besteht, sollte man das ganze am besten über Nacht trocknen lassen, sodass man am nächsten Tag die Bolzen D37 einführen kann, ohne sich vorher mühsame Ausrichtung der Teile wieder zu versauen.

Beim Motordeck gibt es nur zwei Dinge zu beachten und zwar dass man das Teil U59 nicht verbaut, da es sich hierbei um die Rohrstütze für den Kampfpanzer Leopard handelt und der Bergepanzer oder auch Pionierpanzer kein Kanonenrohr hat. Die Fotoätzteile PE A7 sollte man am besten über eine Kerze ausglühen, so dass sie sich leichter in Form bringen lassen und ohne Probleme um das Teil P10 geklebt werden können. Bei den beiden Lüftungsgittern Abdeckungen PE A1 sollte man mit dem Sekundenkleber sehr sparsam umgehen, da ansonsten die Gefahr besteht unschöne Klebespuren in den sehr feinen Gittern zu hinterlassen. In Baustufe neun werden das Motordeck und das Vorderteil der Oberwanne mit der Unterwanne verklebt. Hat man bis hierhin sauber gearbeitet sollten keine Probleme auftauchen.
Jetzt folgen laut Bauplan die Abschleppseile, die man zwar jetzt schon zusammen bauen kann, aber man sollte sie erst nach dem Lackieren an der Wanne befestigen da dies einem das ganze doch sehr erleichtert überall mit der Farbe hinzukommen.

Der nächste Schritt ist das Räum- bzw. Stützschild. Los geht es mit dem mittleren Zylinder. Diesen, wie auch die anderen beiden, befestige ich entgegen der Bauanleitung schon vorher an der Wanne, da es mir persönlich nicht machbar erscheint das komplette Räumschild mit Zylinder an der Wanne zu befestigen. Im Bauabschnitt 12 sollte man mit Kleber an folgenden Teilen sparsam umgehen, sodass diese noch beweglich bleiben, Ich liste sie mal wie folgt auf. C36 und C37 kein Kleber verwenden, ebenso an den Teilen D44, C15, C14, D75. An A4 und A8 wurden die Teile an den dreieckig aussehenden Stellen miteinander verklebt.

Dann folgt der zweite, hier bitte keinen Kleber an den Teilen C56, C55, D44, D75 verwenden. A14 und A20 werden wie bei A4 und A8 verklebt.

An dem Räumschild selbst gibt es nichts weiter zu beachten, außer dass man die Wahl hat eine Verbreiterung rechts und links vom Räumschild zu montieren.

Bei den ganzen Kleinteilen hier sollte man aber auch größte Vorsicht walten lassen, da sie sehr filigran sind und dazu neigen kaputt zu gehen, wenn man sie unvorsichtig aus dem Spritzling trennt. Im Bauabschnitt werden die Teile B39 und B38 nicht mit B33 verklebt. Befestigt bzw. verklebt wird es am Räumschild, sodass B33 beweglich bleibt. Bei dem nächsten Abschnitt in der Baustufe 15 soll man zwei  Sätze machen, wobei es sich bei dem Teil D46 um das Teil D49 handelt, es ist im Bauplan falsch deklariert und die Nummer fehlt auch am Spritzling, aber man kann es leicht am D Spritzling identifizieren. Das Teil D50 wird auch nicht verklebt, sodass es beweglich bleiben kann. Das Räumschild selbst befestige ich erst nach den Lackierarbeiten.

Auf Seite 16 fängt man mit dem Baggerarm an. Hier muss man am besten alle Teile vom Gussrahmen trennen und der Reihe nach hinlegen. Man baut also erst alle drei Zylinder zusammen und muss dann, der Reihe nach, alle Teile miteinander verkleben. Die Teile aus dem A Gussast werden so miteinander verklebt, dass die Teile B30, B31, B32 beweglich bleiben. Aber ich denke wenn man etwas Modellbauerfahrung hat, sollte es kein Problem geben alles so miteinander zu verkleben, dass alles beweglich bleibt. Weiter geht es mit der Komplettierung des Baggerarms, auch hier sollte man darauf achten, dass die Teile, die beweglich bleiben sollen, nicht verklebt werden. Ansonsten gibt es bei diesem Abschnitt nur noch eine Sache, die erwähnenswert ist und zwar lasst euch bitte nicht in die Irre führen mit dem Bauteil B8. An diesem Teil sind die Griffe angegossen die auf dem Bauplan fehlen, bitte diese Griffe nicht entfernen. D59 wird nicht verklebt.

In den Bauabschnitten sind einige Teile anzupassen. Ob es an dem  Baukasten liegt, den ich habe oder nicht das weiß ich leider nicht. Es geht hierbei um folgende Teile. B1 hier müssen die Führungsnasen verkleinert werden, sodass es passt. Das gleiche bei B49, sodass der Baggerarm darauf passt. Die Hydraulikleitungen machen keine größeren Probleme und können mit Plastikleber verklebt werden. Ich benutze den von Tamiya extra thin. Der Baggerlöffel ist ohne Probleme zu bauen. Jetzt kommen einige PE Teile die verbaut werden müssen, die aber dem geneigten Modellbauer auch vor keine größeren Herausforderungen stellen sollten.
Den Baggerlöffel befestige ich ebenso wie auch das Räumschild nach der Bemalung.

Im Anschluss folgen die beiden Staukisten die, wenn  man sich an die Anleitung hält, keine Probleme bereiten sollten. Lediglich die Griffe PEA2 und D29 sind etwas tricky zu befestigen, da sie immer dazu neigen von der Pinzette zu springen und man dann eine ganze Weile auf dem Boden verbringt um die Teile wieder zu finden. Die für mich persönlich größten Herausforderung waren die Teile PE21. Diese stellen die Verzurrösen auf den Staukästen dar. Da ich etwas unter Zeitdruck war, um mit dem Modell und dem Bericht rechtzeitig fertig zu werden, entschloss ich mich diese zwei Millimeter großen PE`s, die noch zweimal gebogen werden müssen, weg zu lassen. Aus diesem Grund habe ich die Staukästen, wo normalerweise die Ösen sind, mit Tarnnetzen kaschiert.

In Baustufe 24 sind zwei Teile falsch deklariert und zwar ist es nicht R6 sondern R5 und nicht F13 sondern F14. Der Bauabschnitt 26 befasst sich nur damit die Kisten und den Baggerarm am Fahrzeug zu befestigen. Die Ketten setzten sich im letzten Abschnitt des Bauplans aus jeweils drei Teilen zusammen. Laut Plan ist es nicht zu erkennen ob Kleber verwendet werden soll oder nicht. Ich habe in die Vertiefung von M3 ein wenig Kleber gegeben, damit die Kette nicht auseinanderfällt sobald man sie auf die Laufrollen des Panzers aufziehen möchte. Die beiden Seitenschürzen bringen ich auch erst nach allen Lackierarbeiten und der Alterung an.

Das Stahlseil, das dem Bausatz beiliegt ist leider etwas zu kurz und auch zu steif um es vernünftig zu verlegen. Deshalb habe ich es kurzerhand durch eins von MR Modellbau ersetzt.

So das war der Bau. Jetzt geht es ans Bemalen.


Bemalung/Alterung

Das komplette Fahrzeug wird in NATO grün lackiert. Dazu habe ich die Farben von AK interaktiv benutzt. RC080 Nato Green, RC 081 Nato Brown und RC 082 Nato Black. Die Farben habe ich mit dem passenden Verdünner RC 702 soweit verdünnt, dass sie eine milchige Konsistenz haben. Diese Farben sind fein pigmentiert und decken super. Es ist also nicht nötig das Fahrzeug vorher zu grundieren. Angefangen habe ich nach dem  grün mit den braunen Tarnflecken gefolgt von den schwarzen. Lackiert habe ich frei Hand.

Nachdem alle Tarnflecken aufgespritzt waren hab ich das Modell erst einmal zur Seite gestellt und die Farben gut durch trocknen lassen.
Weiter geht es mit der Alterung. Den Anfang hat das große Räumschild gemacht.
Um den blanken Stahl darzustellen habe ich Pigmente mit einem Wattestäbchen am unteren Ende des Räumschildes angebracht. Dazu habe ich die Pigmente AK-086 Dark Steel benutzt..
Natürlich könnte man auch eine größere Fläche damit bearbeiten, aber ich wollte ein neueres Schild darstellen.
Um den getrockneten Schlamm nachzustellen, verwendete ich Light Dust Desposit AK 4062. Als diese Schicht trocken war verwendete ich von Mig den Oilbrusher Dark Mud A Mig 3508.
Den dickeren Schlamm habe ich mit Vallejo thick mud (European mud 73.807) dargestellt. Die Verlaufsspuren habe ich mit einem Pinsel mit sehr feinen Borsten dargestellt indem ich den Pinsel mit White Spirit von AK interaktiv benetzt habe.

Dem Wasserverlauf folgend habe ich die so angelöste Farbe von oben nach unten vorsichtig verstrichen, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden war. Nun war das Räumschild fertig gealtert und ich habe mich dem Baggerlöffel gewidmet.

Diesen habe ich auf die gleiche Art und Weise gealtert wie das Räumschild nur etwas dezenter.

Die Kette habe ich in Tamiya Matt schwarz XF 1 grundiert. Den rostigen Teil habe ich mit verdünnter rotbrauner Ölfarbe dargestellt. Nachdem diese trocken war, habe ich die Gummipolster der Kette mit Dark Rubber (306) von Panzer ACES von Vallejo bemalt. Die Abnutzung auf der Innenseite der Kette habe ich wieder mit Pigmenten Dark Steel und dem Wattestäbchen dargestellt. Zum Schluss habe ich die Kette noch verstaubt. Dies habe ich mit der stark verdünnten Ölfarbe gemacht. Dazu habe ich Light Mud von Abteilung 502 (ABT 125) verwendet. Verdünnt habe ich das Ganze mit White Spirit.

Die Laufrollen habe ich zuerst in schwarz Matt von Tamiya lackiert. Das grün habe ich unter Zuhilfenahme einer Kreisschablone im Anschluss lackiert. Dann habe ich diese ebenso mit Light dust gealtert wie das Räumschild.

Die Unterwanne habe ich mit dem Dust und Dirt Deposits und Thick mud, das gleiche wie beim Räumschild und dem Baggerlöffel, leicht verschmutzt, da man später eh nicht mehr viel davon sieht, da die Kettenabdeckung fast alles verdeckt.
Nachdem das Laufwerk fertig montiert am Panzer war habe ich die Kettenschürze montiert.
Jetzt ging es an die Wanne und das obere Teil vom Panzer. Ich wollte schon immer ein verstaubtes Modell darstellen, also habe ich mich bei dem Kodiak an diese Aufgabe ran gemacht.
Dazu habe ich mir in einem Plastikbecher eine eigene Mischung kreiert.
Dazu habe ich Light Mud von Abteilung 502 mit White Spirit verdünnt und ein paar Pigmente von Mig (Dry Mud P232)) dazu gegeben. Das Ganze habe ich genauso gemacht, wie an dem Räumschild. Dieses Gemisch habe ich dann mal mehr oder weniger verdünnt auf dem Panzer aufgebracht, natürlich nicht auf dem kompletten Modell sondern Stück für Stück. Das Ganze habe ich dann wieder mit einem White Spirit benetzten Pinsel verblendet.
Diesen Vorgang kann man beliebig oft wiederholen bis man mit dem Ergebnis zufrieden ist. An den Stauklappen habe ich das ganze fast wieder vollständig entfernt, sowie ich es an einem Originalfoto gesehen habe. Den Baggerarm habe ich mit einer stärker verdünnten Version wie vorher beschrieben bemalt, denn er sollte nur leicht verstaubt dargestellt werden. Diese Mischung habe ich auch vorsichtig um alle Nieten und Schraubenknöpfe laufen lassen, genau da wo sich auch im Original der Staub ansammeln würde.

An ein paar wenigen Stellen vom Baggerarm habe ich etwas Thick Mud angebracht, so dass das Ganze stimmig zum Rest des Panzers passt. Im Anschluss habe ich noch etwas stark verdünntes Carc Tan (RC 679) mit der Airbrush ganz unten an den Kettenschürzen und am Panzerheck vorsichtig aufgesprüht um eine stärkere Verbstaubung darzustellen. Die noch feuchten Schlammspritzer habe ich mit einem Borstenpinsel und einem Zahnstocher gemacht. Dazu habe ich den Borstenpinsel mit Damp Earth von Mig benetzt (A Mig-1754). Den so benetzen Pinsel habe ich noch ein bis zwei Mal auf einem Küchenkrepp abgestrichen, bevor ich mit einem Zahnstocher den Pinsel abgestrichen habe, sodass  das Mittel auf den Panzer spritzt, wie echte Schlammspritzer. Alles was nicht davon betroffen sein soll decke ich mit Küchenkrepp vorsichtig ab. Somit war der Panzer fertig gealtert und verschmutzt.

Wie schon bei dem Zusammenbau angesprochen bringe ich nun die Tarnnetze auf den Staukästen an. Ich gehe wie folgt vor. Ich schneide das Tarnnetz grob vor und lackiere es mit der Airbrush in einem für mich passenden grünen Ton. Das Netz ist von AK interactiv und in verschiedenen Farben erhältlich.
Wenn das Netz getrocknet ist ziehe ich es vorsichtig etwas in alle Richtungen auseinander, sodass es natürlich aussieht und nicht wie eine Gardine. Das Netz weiche ich kurz in einem Wasser-Weißleim Gemisch ein und drücke es dann vorsichtig wieder aus. Dann wird es auf die entsprechende Stelle vom Panzer gelegt, in diesem Fall über die Staukästen. Nachdem das Netz an der gewünschten Position ist modelliere ich es noch etwas mit einem alten Pinsel den ich zuvor in das Wasser-Weißleim Gemisch getaucht habe.
Wenn alles über Nacht gut durch getrocknet ist kann man das Netz noch ein wenig formen. Das heißt, man sollte das, was direkt auf dem Panzer festklebt, wieder ein wenig lösen, sodass das Netz auch wie beim Original hängt und nicht aussieht als ob es festgeklebt wäre. Die offene Staukiste habe ich auch mit einem Netz ausgelegt und mit einem Spanngurt von Miryoku, einem Kanister aus der Grabbelkiste und eine Colaflasche von DEF Model bestückt.
Des Weiteren habe ich noch eine Kette dazu gepackt die bei Pionierfahrzeugen immer zu finden ist. Zu guter Letzt habe ich noch ein paar Stiefelabdrücke mit einem Stempel von Yen Models aufgebracht und einen Handabdruck mit einem Stempel von Red Zebra. Im Anschluss habe ich noch feuchte Spuren mit AK Wet Effekts Fluid aufgebracht, was einen schönen Kontrast zu den sonst matten Farben des Panzers bringt.

Fazit

Der Kodiak von Border Model ist ein schönes Fahrzeug, was aber, durch die vielen Kleinteile bedingt, definitiv kein Anfängermodell ist. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Teile am Spritzling in numerischer Reihenfolge sind. Der Bauplan hat allerdings einige Fehler die ich schon angesprochen habe. Was ich nicht so toll fand war, dass das Tarnmuster nur von der linken und rechten Seite zu sehen war. Mir hat die Perspektive von oben, vorne und hinten gefehlt. Bleibt zu hoffen, dass Border Modell noch weitere Varianten des Kodiak rausbringen wird. Über eine niederländische Version mit großem Minenpflug würde ich mich sehr freuen, dann wäre ich einer der ersten der dieses Modell noch einmal bauen würde.

In diesem Sinne Happy Modeling

Preis / Leistung: ***** Passgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****



© 03/2023 Thomas Jankowsky

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