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RM-5068 Pz.Kpfw. IV, Ausf J mit Panther F TurretWow! Ein Granatenbausatz, der in allen Bereichen zu überzeugen weiß, aber eben nichts für Anfänger ist, sondern schon durch seine Teilevielfalt und die Inneneinrichtung mit durchsichtigen Bauteilen sehr herausfordernd ist. Die Details und der Umfang überzeugen, der Preis ist fair, wennauch am oberen Ende.

Erstaunlich, welches Konzept uns Ryefield Model hier offeriert. Die Kombination eines Panzerkasten IV der Ausführung J mit dem Turm eines Panther F.  Reine Fiktion??? Nicht ganz, das ist nur die halbe Miete…

Tatsächlich beschäftigte sich die Firma Krupp in Essen noch im November 1944 mit der Umbewaffnung aller im Truppengebrauch stehenden deutschen Panzerfahrzeugen. Dabei wurde auch untersucht, den neuentwickelten Pantherturm mit  der 7,5cm KwK L/70 auf einem Panzer IV Fahrgestell unterzubringen. Dieser Vorschlag wurde aber verworfen, da durch das Gewicht des Turmes das Fahrgestell des Panzers hoffnungslos überlastet gewesen wäre. (Quelle: Spielberger)

Schön auf jeden Fall das RFM uns diesen “halben” “What If” Panzer als Kit zur Verfügung stellt.

In dem geräumigen Karton befinden sich insgesamt zwölf sandfarbene Spritzlinge und zwei Weitere mit Klarteilen. Dazu kommen zwei Ätzplatinen, eine Reihe Polycaps, Decals und die Bauanleitung. Für die Kette gibt es noch 204 Einzelkettenglieder in Strängen zu jeweils zwölf Stück mit den entsprechenden Pins zur Verbolzung. Diese sind in einem grauen Material gehalten.

Wie mittlerweile von RFM gewohnt machen die Spritzlinge einen erstklassigen Eindruck. Absolut sauber und randscharf, ohne erkennbare Sinkstellen, Versatz, Gratbildungen oder Fischhäute. Ab und an finden sich leichte Auswerfermarken. Diese sollten aber keine Probleme mit sich bringen da sie in der Regel in nicht sichtbare Bereiche verschwinden. Details sind absolut fein und sauber umgesetzt.

Die Bauanleitung besteht aus zwanzig Seiten im typischen RFM Stil die uns bei dem Zusammenbau des Panzers begleiten.

In der Gesamtübersicht der Teile begegnen uns ein paar alte Bekannte und auch neue Spritzlinge. Diese sind bei den Bauabschnitten in Rot hervorgehoben – selbiges gilt auch für die Bauanleitung. Die Nummern der entsprechenden Bauteile sind ebenfalls in Rot gedruckt. In Rot hervorgehoben sind auch die Klebestellen. Nicht schlecht!

Die Wannenunterseite setzt sich aus mehreren Bauteilen zusammen. Bodenplatte, Seitenteile Heck- und Bugplatte ergeben bei sorgfältigem Bau den stabilen Grund. Die Anleitung gibt auch an wo welche Löcher gebohrt werden müssen.

Gut umgestzt und korrekt ist auch die Heckpartie bei der die röhrenförmigen Flammenvernichter hervorstechen..

Die Radstationen bestechen ebenfalls durch tolle Details und können, aus dem Kasten fest verbaut, beweglich gemacht werden. Sehr modellbaufreundlich! Hinweis dazu in der Anleitung. Toll umgesetzt die Laufrollen mit Herstelleraufdruck auf den Gummibandagen. Interessant der Einsatz von Polycaps bei den Laufrollen. Als Alternative hat man die Möglichkeit die jeweils ersten beiden Laufrollen als Stahllaufräder zu verbauen.

Bei den Stützrollen (richtigerweise jeweils drei pro Seite) hat man die Wahl zwischen zwei Ausführungen.

Die Ketten gibt es als bewegliche Einzelgliederketten die auch durch die Detailtreue punktet. Eine Lehre erleichtert den Zusammenbau der Kettenglieder mit den Bolzen enorm. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das der Bau recht flott von der Hand geht. Einem etwas dickflüssigeren Kleber sollte der Vorzug gegeben werden. Sparsam aufgetragen wird man durch die volle Beweglichkeit belohnt. Erstaunlich wie stabil das Kettentrum letztlich ist!

Das Bug-MG kann in der Ausführung auch überzeugen und kann beweglich eingebaut werden. Jeder nach seinem Gusto.

Zwei Kettenbleche, versehen mit einer sehr schönen Riffelbleckstruktur  sind mit toll gemachten Werkzeugen und weiteren Anbauteilen zu bestücken. Halterungen für die Schürzen sind mit angegossen. Sehr gut gemacht. Die Lüftergrätings finden ebenfalls ihren Platz bevor alles an der Unterwanne fixiert wird. In die Unterwanne wird noch ein Schott eingebaut das für weitere Stabilität sorgt.

Der Aufbau des Panzers besteht wieder aus mehreren Teilen. Ein bisschen nervig beim Zusammenbau, bringt aber andererseits wieder mehr Detailschärfe.

Es fällt im ersten Moment nicht auf… …aber bei dem Tarnscheinwerfer liegt auch das Zuleitungkabel in gespritzter Form vor. Das Panzerunterteil wird noch mit weiteren Komponenten  versehen und am Schluß werden die restlichen feinst wiedergegeben Schürzenhalterungen angebaut.

Drei Abschnitte begleiten die Konstruktion der Seitenschürzen in denen relativ viele Teile abzuarbeiten sind. Auf die horizontalen Handgranatengitter wird in einem weiteren Abschnitt eingegangen. Alles zusammen eine Mischung aus Plastik- und PE-Teilen. Unnötig zu erwähnen das bei der Konstruktion nur sehr wenig Sekundenkleber verwendet werden sollte um die filigrane Struktur der Gitternetze nicht zu zurstören.

Bleibt noch der Turm. Um es vorwegzunehmen – Ein Innenleben wird nicht angeboten. Nicht einmal der Verschluß des Geschützes. Damit bleiben Optionen für offene Luken außen vor…

Der Schmalturm ist komplett ausgeformt und wird durch die Heckplatte ergänzt. Die Vorderseite trägt die Blende und erhält das in einem Stück gespritze Geschützrohr. Die leicht Formtrennnaht sollte sich leicht beseitigen lassen. Ein bisschen rudimentär, aber von außen völlig in Ordnung.

Eine Reihe von Kleinteilen, wie Handgriffe, Ösen etc. sind noch anzubringen. Für den Entfernungsmesser liegen zwei unterschiedliche Ausführungen bei. Den Abschluß bildet die sehr schöne vereinfachte Kommandantenkuppel. Winkelspiegel aus Klarmaterial kommen zum Einsatz.

Als Option bietet RFM noch eine Infrarotausrüstung an, die ihren Platz im Turm findet. Es gibt nichts zu meckern…

Insgesamt 20 Seiten umfasst die Bauanleitung und führt in 25 Baustufen durch die Konstruktion des Panzers. Im DIN A4 Format sind alle Baustufen übersichtlich und nicht überladen dargestellt. Wo notwendig gibt es auch noch Unterstufen zu den jeweiligen Bauabschnitten.

Auf dem Deckblatt sind die typischen Piktogramme und Hinweise vermerkt und auf den folgenden zwei Seiten gibt es die übliche Übersicht der Spritzlinge, bevor es auf Seite vier mit dem Bau losgeht. Die letzten drei Seiten sind fiktiven Bemalungsvorschlägen (siehe Bilder) gewidmet, die aus der Farbpalette von Ammo by MIG stammen. Eine Farbtafel mit Hinweisen zu anderen Herstellern sucht man vergebens. Die Farbnummern sind aus den Vorschlägen zu übernehem. Aber man hat ja trotzdem die freie Wahl was Farben und Tarnung angeht. 

Lediglich drei Balkenkreuze, sauber gedruckt, liegen dem Kit bei.

Ein toller Bausatz, der mir richtig gut gefällt. Ein schönes und überzeugendes Paket zu einem absolut fairen Preis. Wieder mal etwas anderes in der Vitrine. Für Anfänger würde ich den Bausatz allerdings nicht empfehlen.

   Kurz-Übersicht:
   Art.Nr:
   Art des Artikels:
   Material:
   Maßstab:
   Erschienen:
5068
Komplettbausatz
Spritzguss
1:35
September 2021
Hersteller:
Land:
Preis bei
Erscheinen:
Rye Field Model
China

ca.45 Euro

   Geeignet für:


   Preis/Leistung:


   Gesamteindruck:




  
  Review von:
  Mike Kryza



Fotos:





















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