Tankette TKS(p) mit 20mm wz.38 FK-A


 

Das Original

Ab 1929 wurden in Polen auf der Basis importierter britischer Carden-Loyd Fahrgestelle Prototypen verschiedener Tanketten entwickelt. Diese TK-1
und TK-2 genannten Modelle waren mit zwei Mann besetzt und trugen ein einzelnes MG in einem nach oben offenen Kampfraum.

Ab 1931 erfolgte die Serienproduktion des TK-3, vom den rund 300 Stück hergestellt wurden. 1933 begann die Entwicklung einer stärker gepanzerten Version mit verbessertem Laufwerk und einem neuen Motor. Bis Ausbruch des 2.Weltkriegs wurden etwa 390 dieser TKS genannten Kleinpanzer gebaut.

Bereits 1936 gab es erste Versuche die polnische 2-cm-KwK in die TKS Tanketten einzubauen. Allerdings wurden insgesamt nur 24 Stück umgerüstet.

Der Wehrmacht fielen ab dem 1. September 1939 die meisten Tanketten in die Hände. Direkt nach ihrer Erbeutung wurden einige mit großen, handgemalten weißen Kreuzen versehen und direkt wieder eingesetzt.
Nach dem Polen Feldzug wurden die noch vorhandenen Fahrzeuge gesammelt und in Litzmannstadt überholt.
Neben einem panzergrauen Anstrich wurden die meisten Fahrzeuge mit neuen Scheinwerfern und deutsche Waffen (7,92-mm-MG 15 oder MG 34) ausgestattet.

Diese Fahrzeuge wurden oft für Sicherungsaufgaben oder zur Partisanenbekämpfung verwendet.

Polnische Tanketten waren bis Kriegsende im Einsatz und fanden sich nachweislich bei Einheiten in Frankreich, Norwegen und Finnland.

Die TKS hatte ein Gefechtsgewicht von 2,8t und erreichte mit dem 46PS Motor eine Höchstgeschwindigkeit von 40km/h. Die Panzerung war zwischen 3 und 10mm dick. Die Wanne ohne Waffe war 2,58m lang, 1,78m breit und 1,32m hoch.

Der Bausatz

Dieser Bausatz beinhaltet die polnische TKS Tankette, einem wahren "Panzerfloh" der polnischen Armee, der teilweise sogar als Beutefahrzeug bei der Wehrmacht eingesetzt wurde. Von der TKS mit 20mm Kanone wurden letztlich aber nur 24 Stück hergestellt

Doch schauen wir mal in den Karton dieser besonderen Edition des Bausatzes, der ursprünglich als 35046 von IBG auf den Markt kam. Die E3503 kommt ohne Metallrohr und ersetzt das komplette Laufwerk mit einem Easy Assemble Laufwerk.

Hier im Karton finden wir 9 graue Spritzlinge in guter Spritzguss Qualität, sowie PE Teile. Die Details machen einen guten und sauberen Eindruck, Auswerferstellen oder Grate stechen nicht ins Auge.
Erfreulicherweise ist im Bausatz auch eine Inneneinrichtung des Fahrzeugs in Spritzguss beigelegt.

Die Unterwanne ist soweit in einem Stück gegossen und weist schöne, sehr sehr kleine, feine Nieten auf. Daran baut sich das recht filigrane Laufwerk an, das in diesem Fall jeweils in einem Stück gegossen ist bei dem die Kette bereits in Gänze als Rund mit eingegossenen Treib- und Leiträder sowie die Laufrollen und Stützrollen gespritzt. Das vereinfacht den Bau enorm, da es hier sonst um winzige Radteile und winzigste Kettenteile geht, die einem den letzten Nerv rauben können. Dafür ist hier wiederum die Darstellung der Kette vereinfacht, denn die Kettenzähne sind als durchgängige Stege dargestellt und die Räder entsprechend versenkt. Ist natürlich unrealistisch, aber eben der Preis der Vereinfachung.

In die Unterwanne werden erfreulicherweise Teile der Inneneinrichtung eingebaut - so ist tatsächlich die komplette Motordarstellung mit Kühler, Getriebe und Antriebsstrang enthalten und natürlich auch die Teile des Mannschaftsbereichs mit Sitzen, Fahrerplatz mit Armaturen, usw. Alles sehr schön und gefällig gespritzt.

Die Oberwanne, bzw. Aufbau besteht aus mehreren größeren Teilen. Auch hier erfreuen die bereits angespritzten Oberflächendetails wie die Nietenreihen, Blechstöße und Lukenaussparungen. Die Luken lassen sich alle offen oder geschlossen bauen, sodass man auch recht guten Einblick in das Innere erhält. Lüftergrätings sind durchbrochen dargestellt, was hervorragend ist und zusätzlich die passenden feinmaschigen Gitter als fein geätzte PE Teile enthalten!

Die 20mm Kanone wird fest eingeklebt und bleibt (soweit das aus der Bauanleitung hervorgeht) nicht beweglich. Das Rohr liegt in Plastik (mit offener Mündung) bei. Auch der innere Teil der Kanone ist entsprechend dargestellt und vervollständigt damit den Innenraum.

Die Bauanleitung im A4 Format ist hauptsächlich in schwarz-weiß gehalten und zeigt in 28 Baustufen den Bau dieses Modells. Die Darstellung der Bauschritte gefällt mir recht gut mit CAD 3D Darstellungen der Bauteile und Bauteilgruppen mit Teilenummern und Pfeilen was wohingehört.

Die letzte Seite ist in Farbe gedruckt und zeigt einen Bemalungsvorschlag des TKS der polnischen Armee im September 1939 in grün, braun, gelbem Tarnschema.
Decals liegen nicht bei und so gibt es auch keine Markierungsvorschläge.


Der Bau

Der Bau dieses Bausatzes beginnt mit dem Bau des Laufwerks. "Kann doch nicht schwer sein" mag man sich denken, da bei dieser Version das Laufwerk mit Ketten und Rädern bereits in einem Stück gegossen ist, aber dem ist nicht ganz so. Natürlich spart man sich eine Menge Zeit und Nerven mit der Kette, wenn man sich mal die fitzelige Teilung der einzelnen Glieder ansieht, aber man kommt nicht umhin das Laufwerk mit Federung und Haltebalken zu versehen - und das ist durchaus etwas aufwändiger als es auf den ersten Blick aussieht.
Man muss ganz genau aufpassen welche Teile man für die rechte und linke Seite benötigt und wie herum man sie einzubauen hat, denn es gibt eine Inklination und eine Innen- und Aussenseite, die sich durchaus ähnlich sehen. Also schön langsam reiten, genau schauen und trockenpassen.


Alle Teile sollte man ordentlich durchtrocknen lassen und danach beide Laufwerke dann an die Wannenseiten ankleben. Hier direkt auf einer ebenen Fläche ausrichten, solange der Kleber noch nicht fest ist. Erfreulicherweise sind die Passmarken recht gut, sodass es schon auf Anhieb sauber ausgerichtet passt.

Dann kann man, sobald der Kleber richtig ausgehärtet ist, dran gehen den Innenraum einzubauen.
Dazu baut man erst die einzelnen Komponenten, wie den Kühler, den Motor, das Getriebe, usw. Die Teile bauen sich alle recht gut und einfach zusammen. Die Teileanzahl ist überschaubar und die Detaillierung recht erfreulich.

Die erste Grübelei ergibt sich dann aber gleich in Baustufe 14, denn die Perspektive ist recht unglücklich gewählt für den Einbau von Getriebe und Pedalerie. Zudem geben die Teile eine Menge Spielraum her, da keine Passmarken vorhanden sind.
Im Nachhinein kann ich vermelden, dass das Getriebe so tief und flach wie möglich eingebaut werden muss, bzw. man muss es eigentlich gar nicht einbauen, denn man sieht es später nicht, wenn man nicht gerade die Wartungsluke offenlässt.

Also merken - am besten beim Einbau des Getriebes und der Gestänge eben schnell die Frontplatte auflegen und checken ob diese einwandfrei draufpasst ohne sich mit dem Getriebe ins Gehege zu kommen.
Dann, anschließend schnell die Folgeteile Schaltgetriebe, Motor und Kühler einbauen und zueinander ausrichten, denn diese haben trotz Passmarken ein minimales Spiel.
Dann kann man auch die beiden Kettenabdeckbleche ankleben. Dank der Passmarken geht das recht gut und einfach - dennoch wie immer ein Auge darauf haben, dass die überall anliegen und auch im rechten Winkel abstehen.

Auch der Lüfter, den man danach einbaut ist ein wenig Fummelarbeit, denn hier müssen einige Kleinteile zusammen und eingebaut werden, die dann mit Teilen des Motors zusammenpassen sollen. Aufpassen, dass der Lüfter dabei gerade ausgerichtet bleibt und dabei nicht in eine Richtung verzieht und schief steht.
Dann wird der Innenraum weiter mit Kleinteilen versehen, wie den beiden Sitzen, den Munitionsboxen hinter dem Beifahrer, dem Lenkrad und ein paar Hebeln.
Wie zuvor gesagt sollte man die Bugplatte bereits vorbereitet haben mit dem Einbau der beiden Luken. Gleiches gilt für die Heckplatte, die ein recht dünner Rahmen ist und in die man die beiden Luken einklebt und auf einer ebenen Platte trockenen lässt, damit sie nicht verdreht oder verzogen ist und natürlich beide Luken eben abschließen.
Die beiden PE Teile, die man in die linke Aussparung der unteren Heckplatte einbauen soll, sind in der Anleitung falsch bezeichnet: PE-7 ist PE-6 und PE-6 ist PE-5.

Die beiden fertigen Platten Front und Heck erstmal noch beiseite legen, denn diese sollte man direkt mit dem Hauptaufbau zusammen ankleben, damit man alle drei Komponenten zueinander ausrichten kann um Verkantungen und Spalten zu vermeiden.
Aber erstmal geht es an den Bau des Aufbaus. Dieser setzt sich aus einem vorderen und hinteren Teil zusammen. Im hinteren Teil werden die Seitenluken eingebaut - diese haben ein faszinierendes Kippsystem. Man kann diese also offen oder geschlossen einkleben.
Die Dachluken, die jeweils aus zwei Klappluken zusammengebaut werden, werde ich offen darstellen, da man sonst vom Innenraum gar nichts sieht. Die Luken baue ich allerdings erst später an, sobald der Aufbau komplett fest auf der Unterwanne festgeklebt ist.
Zunächst aber werden der vordere und hintere Teil des Aufbaus zusammengeklebt. Hier muss man am besten einmal trockenpassen und ggf. Gussunsauberheiten, Grate und Angüsse versäubern, damit die schmalen Klebekanten exakt aufeinanderpassen und der Aufbau eben und gerade zusammengeht. Und ganz wichtig ... wartet mit dem Anbau des Aufbaus auf die Unterwanne, bis der Kleber wirklich trocken ist.
Aber vorher muss man natürlich noch die Waffenanlage einbauen UND natürlich den Innenraum bemalen.

Die Waffenanlage aussen setzt sich aus dem Rohr, der Kanonenblende und Aufsatzring zusammen. Diese wird aufgeklebt, also muss man sich für eine Ausrichtung entscheiden. Ich habe das Plastikrohr durch ein Metallrohr getauscht, das ich mir aus dem Bausatz 35046 genommen habe, den ich auch noch auf Lager habe.

Den Innenteil der Waffenanlage baut man aus nur drei Teilen zusammen und klebt diese von innen in die Kanonenblende.
Nach der Bemalung des kompletten Innenraums (siehe Bemalungsteil) werden der Aufbau, die Front und die Heckplatte zusammen auf die Unterwanne geklebt. So kann man diese passend zueinander ausrichten während der Kleber trocknet und auszuschließen, dass irgendwo Spalten bleiben.

Das Werkzeug an der Aufbaufront habe ich weggelassen, aber die beiden PE Teile die als Halterung angebaut - diese zu biegen war nicht ganz so einfach, denn Rundungen in doch recht kleine PE Teile zu bekommen, ist so eine Sache.

Zum Ende hin wird der Lufteinlass am Aufbauheck mit PE Gitter versehen und der Auspuff angebaut. Hier werden zwei PE Ringe an beiden Enden angebaut und laut Anleitung soll man auf beiden Seiten Löcher mit 2mm Durchmesser einbohren - erst im Nachhinein kam mir das sinnlos vor, es sei denn der Auspufftopf hat zwei Auslässe, was mir komisch vorkommt.
Ist der Auspuff fest verklebt, kann man endlich die Dachluken anbauen, denn jetzt erst ist klar, wo diese am Auspuff anstoßen und zum liegen kommen.

Damit ist der Bau dann beendet und es geht an die Aussenbemalung und Alterung.

Bemalung/Alterung

Die Bemalung erfolgte diesmal zunächst mit der Bemalung des Innenraums. Dazu habe ich die soweit fertiggebaut Unter- und Oberwanne an den späteren Kontaktklebeflächen mit Maskierband abgedeckt, damit der Plastikkleber eben auch Plastik zum verkleben hat und keine Farbe.
Dann wurden die Innenräume mit Skull White von Games Workshop aus der Spühdose grundiert. Nach kurzer Trocknungszeit, was bei den Sprühgrundierungen tatsächlich nicht sehr lang ist (etwa 15 Minuten), habe ich die Wände und Boden des Innenraums mit Mission Models MMP-082 "German WWII Elfenbein Interior White" per Pinsel bemalt. Die Farbe ist ganz schön, aber mir persönlich eine Spur zu gelblich. Nächstes Mal gebe ich einen tropfen weiß hinzu.
Die anderen Komponenten wurden entsprechend mit verschiedenen Metallfarben bemalt, die Sitze mit einer Lederfarbe versehen.
Mit Amig 1003 "Interior Wash" habe ich dann, nach dem Trocknen der Farben, die Innenraumwände und Boden einem Wash unterzogen im so Details und die Ecken zu betonen. Für den Motor habe ich ein starkes schwarzbraunes Wash verwendet und danach mit einem Bleistift die Kanten abgerieben um diese zu betonen und metallisch hervorzuheben.

Ist der Innenraum soweit fertig, kann man das Maskierband abmachen und den Aufbau auf die Unterwanne kleben. Wie immer hier an allen Seiten fest andrücken und sehen, dass nirgendwo Spalten verbleiben.

Nach dem kompletten Zusammenbau erfolgte meine Standardprozedur mit einer Grundierung des Bausatzes mit Chaos Black von Games Workshop aus der Sprühdose und dem folgenden vorschattieren mit Mission Models weiß per Airbrush. Dabei habe ich die horizontalen Flächen stark aufgehellt, dies insbesondere
mittig auf größeren Flächen während die seitlichen Teile nur leicht aufgehellt wurden und das Laufwerk komplett schwarz blieb.
Übrigens sollte man nicht vergessen die offenen Luken mit Taschentüchern oder ähnlichem so zu verstopfen, dass sie aussen nichts verdecken, aber auch keinen Sprühnebel nach innen lassen.
Ich habe das gesamte Modell mit Mission Models MM-014 Panzergrau per Airbrush besprüht. Durch die extrem feine Pigmentierung lassen sich die Farbschichten sehr gut auftragen und das Durchscheinen der Vorschattierung steuern.

Die Farbe sollte man ordentlich durchtrocknen lassen und dann geht es an das Aufbringen der Decals und der Bemalung der Details.
Für die Decals habe ich ausschließlich auf Trockenreibedecals von Archer gesetzt. Diese lassen sich gut und einfach aufbringen und haben keinerlei Trägerfilm, der silbern könnte.
Danach habe ich das ganze Modell mit seidenmattlack von Amig per Airbrush in einigen dünnen Schichten überzogen. Zum einen um die Trockenreibedecals insgesamt sicher zu fixieren und zum anderen um alles vor den kommenden Alterungsschritten zu schützen und das Washing auf der seidenmatten Oberfläche etwas besser laufen zu haben.
Die Gummierung der Laufrollen wird mit Lifecolor UA732 Vulcanized rubber per Pinsel aufgemalt. Das Messing Rohr wurde nur in dem AK-174 Messingfärbemittel brüniert und bekommt dadurch einen passenden dunkelmetallischen Farbton.
Die Ketten
habe ich mit AK-4041 bemalt und die Laufflächen mit Amig Gun Metal. Auch die Führungszähne aussen werden mit der Metallfarbe bemalt, während die durchgehenden Stege schwarz belassen werden. Mit "Track Wash" wird die Kette danach gezielt nochmal nachbearbeitet.
Den Auspufftopf habe ich mit dem Gun Metal von Amig grundbemalt und darüber Rostfarbe mit eine kleinen Pinsel unregelmäßig aufgestippelt. Danach habe ich punktuell mit verschiedenen Rostpigmenten nachgearbeitet.

Als nächstes geht es darum den doch recht einfarbigen Klotz optisch etwas aufzulockern. Dazu habe ich verschiedene farbige Ölfarben, wie auch schwarz und weiß, per Zahnstocher in kleinen Punkten auf das Fahrzeug gebracht. Dabei habe ich versucht die helleren Töne mehr nach oben und auf horizontale Flächen zu bringen UND angrenzende Flächen farblich voneinander zu trennen. D.h. z.B. die Sichtluken haben andere Ölfarben bekommen, als die Fläche drumherum.

Dann werden diese Punkte mit einem weichen Rundpinsel und White Spirit verteilt und in die Grundfarbe eingeblendet. Dabei den Pinsel immer wieder säubern und leicht mit frischem Verdünner befeuchten und die Ölfarben so lange vom Modell reiben, bis nur ein leichter, kaum sichtbarer Farbschleier zurückbleibt. Damit suggeriert man dem Auge unterschiedliche farbige Flächen, die sich deutlicher voneinander abgrenzen.

Dann geht es darum, das Modell ein wenig zu altern und optisch ansprechender zu gestalten, damit das flächige grau "gebrochen" wird. Dazu habe ich mit schwarzer, brauner und weißer Ölfarbe gezielt kleine Punkte an den vertikalen Flächen aufgebracht, vorzugsweise an Details, wie Nieten oder Kanten.
Dann wird mit einem weichen Flachpinsel, der leicht in Verdünner befeuchtet ist, diese in durchgängigen und gerade Bewegungen von oben nach unten verstrichen - und zwar so oft, bis die Laufspur soweit in die Grundfarbe eingeblendet wird und nur noch schwach zu sehen ist, sodass ein stimmiger, leicht streifiger Eindruck entsteht.

Das Ganze lässt man dann erstmal ordentlich durchtrocknen, bevor es an den nächsten Schritt geht.

Dieser Schritt ist ein dunkles washing - ich habe dazu das Amig1005 "Dark brown wash for green vehicles" verwendet, das ich ganz leicht über das ganze Fahrzeug und stärker gezielt an Rillen und Nieten verwendet habe. Damit bekommt das Modell einen etwas dunkleren Ton und vor allem eine tiefere Ebene durch die Betonung der Details mit dunkler Farbe.

Eine weitere Ebene um dem Modell mehr Tiefe zu geben und Details weiter zu betonen, kommt durch das anschließende Trockenmalen. Aber auch hier sollte man den vorigen Schritt des Washings ordentlich durchtrocknen lassen.

Für das Trockenmalen habe ich mir zuvor ein sehr helles grau aus Ölfarben gemischt und auf einem Stück Pappe ruhen und das Öl "ausbluten" lassen.
Danach wird auf einen Flachpinsel diese Ölfarbe aufgenommen und auf einem Stück Pappe ausgestrichen bis keine Farbe mehr auf der Pappe bleibt. Dadurch verbleiben nur noch wenige Farbpigmente im Pinsel. Dieser wird nun vorsichtig über Kanten und Flächen des Modells gestrichen. Die verbliebenen Farbpigmente bleiben nun an den Erhebungen und Kanten hängen. Damit werden Kanten und z.B. Nieten mit einem helleren Farbton als die Grundfarbe versehen und fallen optisch stärker auf. Dadurch bekommt das Modell Form, getrennte Flächen fallen deutlicher auf und natürlich die Nieten.

Ganz zum Schluss wird das Laufwerk und die untere Wanne noch mit Staubpigmenten mit einem weichen Rundpinsel aufgetupft.
Zum Feintuning bekommt das Modell ein paar wunderschöne Tannenzweige, die handgemacht von Mantis Miniatures kommen - sehr fein und filigran. Zwar nicht ganz billig, aber von der Optik wirklich toll.

Damit ist die Bemalung und Alterung beendet.



Fazit

Wahnsinn ... was für ein Winzling! Und Wahnsinn was trotzdem alles im Inneren untergebracht war - die Spritzgussteile des Bausatzes wissen zu überzeugen - gerade die Nietenreihen sind fein und sauber gestaltet.
Das Easy Assembly Laufwerk spart Zeit und Nerven, macht aber detailmäßig Kompromisse, die nicht so schön sind, aber in der Gesamtheit schon ok sind.

Auf jeden Fall ein besonderer Bausatz, der zu gefallen weiss - für Detailfanatiker gibt es ja noch den Bausatz 35046 mit koplett einzelnem Laufwerk und Segmentketten.

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****



© 04/2020 Thomas Hartwig

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