Panzerjäger Nashorn - Sd.Kfz.164


 

Das Original

Der hohe Bedarf an mobiler Panzerabwehr an der Ostfront führte 1942 zur Entwicklung des Jagdpanzers „Hornisse“ durch die Firma Alkett. Die Serienfertigung von 494 Fahrzeugen von Februar 1943 bis März 1945 erfolgte in den Deutschen Eisenwerken.

Das Fahrzeug basierte auf dem Geschützwagen III/IV, einem modifizierten Fahrgestell des Panzer IV mit Getriebe und Endantriebseinheit des Panzer III. Der Motorraum wurde vom Heckbereich in die Mitte des Fahrgestells verlegt, um Platz für die Geschützaufnahme zu schaffen. Diese Konstruktion fand später auch bei der Panzerhaubitze Hummel Verwendung.

Zwar besaß der Jagdpanzer mit der 8,8-cm-PaK 43 eine feuerstarke Waffe, die praktisch jeden Panzer der Alliierten außer Gefecht setzen konnte, allerdings war die Panzerung sehr dünn und nach hinten und oben offen. Gerade bei Artillerie- wie auch bei MG-Beschuss auf kurze Entfernung war die Besatzung stark gefährdet. Zudem war das Fahrzeug sehr hoch, was das Unentdecktbleiben – und somit das Überleben auf dem Schlachtfeld – zusätzlich erschwerte.

Besatzung: 5 (Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, Fahrer, Funker)
Länge: 8,44 m
Breite: 2,95 m
Höhe: 2,94 m
Masse: 24 t


Quelle: Wikipedia


Kleine Geschichte:

Ritterkreuzträger Albert Ernst. 75 Abschüsse mit dem Nashorn. Gehörte zur schweren Panzerjäger Abteilung 519. Im Januar 1944 erfolgte die Verlegung an die Front bei Witebsk unter die Heeresgruppe Mitte. Bis Juli 1944 gingen alle Jagdpanzer verloren.

Der Bausatz


Im Karton befinden sich 21 Spritzlinge, 1 Spritzling Klarsichtteile, 1 PE Satz. 1 Unterwanne, 1 Set Magic Tracks, ein Alu Rohr sowie 1 Set mit mehreren Decals.

Der Bausatz ist von Dragon 1:35 Premium Edition Kit. Nummer 6314.
Wie gewohnt ist der Bausatz von Dragon vollgestopft mit Spritzlingen in der gewohnten guten Gussqualität.
Die Unterwanne ist separat verpackt, an der die 16 Laufrollen, 8 Stützrollen 2 Treibräder und 2 Leiträder montiert werden. Die Kettenbleche sind einzeln wo noch die Scheinwerfer und Wagenheber montiert werden. Der Kampfraum sieht auch optisch sehr gut aus mit der Floorplatte. Die separaten Teile für den Kampfraum, Munitionsbehälter und andere kleine Teile sehen sehr gut aus. Die Kanone mit Lafette macht einen sehr guten Eindruck, nur das ich das Plastikrohr gegen das Alurohr ersetzte. Die Mündung ist allgemein bei den Dragon Bausätzen super wiedergegeben. Die Magic Tracks sind zwar bei weiten besser wie die DS Ketten, aber ich ziehe bei meinen Modellen die Friul Ketten vor.
Die Anleitung ist ganz übersichtlich gemacht, auch sind mehrere Marking & Painting Vorlagen vorgegeben „genau 8 Stück“. Was ganz ok ist aber ich habe mich für einen ganz andere Variante entschieden.





Der Bau

Die Laufrollenstationen, Treibräder und Leiträder werden an die Wanne geklebt. Die 8 Stützräder und die 16 Laufrollen werden separat bemalt und dann fest angebracht an die Wanne.

Der vordere Aufbau passt super auf die Wanne und wird fest geklebt. Die Seitenbleche kommen auch gleich mit dran und das ganze Gerödel wie Wagenheber, Scheinwerfer und was noch alles drauf kommt.

Als nächstes wird der Kampfraum, aus mehreren Teilen, an die hintere Wanne zusammen gebaut. Nächster Schritt ist die Kanone, die wird komplett zusammen gesetzt. Die Passgenauigkeit ist hervorragend.
Wenn die Kanone fertig ist und auch alles passt dann werden die Seitenwände und Türen des Kampfraumes angebracht.

Nun wird der Kampfraum mit den Munitionsbehältern, samt Munition und Kleinkram eingeklebt. Ich habe vorher überlegt die Munitionsbehälter separat zu bemalen und am Ende anzubringen, aber wie so oft waren die Finger schneller und schwupps waren die schon fest geklebt an den Kampfraumseitenwänden.

Einen Fehler hat die Anleitung bei den Winkelspiegeln, die an den Seitenwänden dran kommen. Wenn ich nach der Bauanleitung gehe da zeigen die nach innen!!!! Also Obacht da.

Nun kommen die ganzen Kleinteile an die Reihe, auch z. B. der feine Draht vom Scheinwerfer.
Figuren werden 2 Mann eine Rolle spielen, die ich aus dem Kit 8,8-cm Flak, Item Nummer 6260 von Dragon nehme. Daraus wird der Ritterkreuzträger Albert Ernst.
Die Kette ist von Friul, Atl. 05, lässt sehr leicht zusammenbauen und hängt wirklich klasse durch. Die Kette wird erst zum Schluss an das Nashorn dran gemacht.

Bemalung/Alterung

Das Modell wird in der Tauperiode Anfang/Mitte März um Witebsk dargestellt. Mit richtig verwaschenen Wintertarn.
Das Modell wird komplett mit Vallejo Grundierung Panzergrau RAL 7021 gebrusht. Die Kanone, Laufrollen und Stützrollen sind separat mit Vallejo Panzergrau gebrusht.

Nun wird der Kampfraum, die komplette Unterwanne und das innere der Kanone mit einfacher Küchenrolle sauber abgedeckt und fest gemacht. Dann wird das Modell mit der Farbe Vallejo Weiß 951 VA 001 gebrusht. Zweimal geh ich mit Weiß drüber. Wenn die Farbe getrocknet ist kommt ganz vorsichtig die angebrachte Küchenrolle ab. Ich brauchte bei mir nix nach brushen, es ist wunderbar gelaufen, bin absolut zufrieden.


Nun habe ich mich entschieden mit der Methode „Schwammtechnik“ die Abplatzer und Alterung darzustellen. Man nimmt ein Haushaltsschwamm, scneidet ein kleines Stückchen ab. Tunkt bisschen in die Vallejo Panzergraue Farbe, tupft es auf einen Fusselfreien Tuch ab bis noch kaum Farbe dran ist, Dann geht es an das Modell. Man tupft mit dem Schwämmchen über das ganze Modell, aber wirklich tupfen und nicht wischen oder streichen. Es sollte da getupft werden wo der meiste Abrieb oder Abplatzer vorkamen.
Die Laufrollen und Stützräder wurde nun montiert und fest geklebt. Als nächstes wir das Modell mit einem feinen Pinsel Detailbemalt „Rückleuchte. Granaten, Rostlaufspuren mit Vallejo Rost 080 und und und. Jetzt wir das komplette Modell mit der Ölfarbe Elenbeinschwarz gewaschen. Die Ölfarbe hab ich in geruchfreien Terpentin sehr stark verdünnt und über das ganze Modell mit einem weichen dicken Pinsel betupft. Was sie tiefen hervorhebt. Dann wird noch mal eine stark verdünnte Schicht schwarze Ölbrühe auf das ganze Modell von oben nach unten gewischt. Was ich finde einen richtig guten Eindruck auf dem Wintertarn macht.
Jetzt hab ich das Vallejo Panzergrau mit Vallejo Weiß bisschen aufgehellt und trockengebürstet, aber nur das Panzergrau „Kampfraum, Unterwanne, Bodenwanne und Räder. Ein Dicker Pinsel wir in die Farbe leicht getunkt, dann auf einen Fusselfreiem Tuch solange gewischt bis wirklich noch ganz wenig Farbe auf dem Pinsel ist. Dann wir über das Modell gestrichen. Die ganzen Kanten, Ecken, Unebenheiten und Erhöhungen werden nun aufgehellt was einen realistischen Effekt bringt.

Die Kette wird mit Tamiya Buff XF-57 grundiert. Nun kommt mit der Airbrush Vallejo 824 Schwarz über die Ketten. Als nächstes wasche ich die Ketten mit stark verdünnter Ölfarbe Umbra gebrannt. Wenn das trocken werden die Ketten mit Vallejo Steel trockengebürstet.
Nun wir die Kette an das Modell angebracht und darauf Obacht gegeben das Kette auch halbwegs durchhängt wenn das Modell in der Stehposition dargestellt wird.
Jetzt kommen die Pigmente an die Reihe. Mit Mig Track Brown P-414 werden die Laufrollen, die komplette Unterwanne und die Ketten behandelt.
Zum Schluss werden noch paar Feinheiten gebracht oder korrigiert.
Wenn ich zufrieden bin wird das komplette Modell versiegelt. Hier nehm ich meisten den matten Klarlack von Graupner aus der Dose.



Fazit

Die Passgenauigkeit ist super, es hat Spaß gemacht das Modell zu bauen. Der Preis hat sich auch im Rahmen gehalten, wo jetzt die Preise zur Zeit leider explodieren. Die Recherche muss sein, sonst haut wirklich kein Modell hin. Viele Teile blieben übrig die in meine Restekiste komme. Ich habe früher meine Modelle mit Tamiya Farben gebrusht und bemalt, aber mit den Vallejo Farben komme ich persönlich besser zurecht und ich find die Vallejo Farben lassen sich mit der Airbrush und dem Pinsel sehr gut auftragen.
Mein Motto ist immer: Das Modell ist fertig wenn mir es gefällt!

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****



© 02/2016 Enrico Förster

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