Bergepanzer 2 Standard


 

Das Original

Auf Basis des bewährten Leopard Fahrgestells entwickelte die Atlas-MaK Maschinen GmbH den Bergepanzer "Standard". Das erste Fahrzeug wurde 1966 an die Truppe übergeben, insgesamt wurden 444 Fahrzeuge für die Bundeswehr produziert.

Am 9. September 1966 übergab MaK den ersten der 444 Bergepanzer 2 (Standard) an die Truppe. Die Lieferung dieses ersten Bauloses war im Jahr 1970 abgeschlossen. Der Stückpreis betrug bei Einführung 750.000 Deutsche Mark.

Der Bergepanzer 2 (Standard) ist ein vollgepanzertes Kettenfahrzeug auf dem Chassis des Leopard 1 mit einem um 270° drehbaren Kranausleger und gepanzertem Aufbau. In diesem befindet sich die Haupt- und Hubwinde sowie die Hydraulikanlage und der Kampfraum für die 4-köpfige Besatzung.

Im Triebwerksraum befindet sich neben dem vergrößerten Kraftstofftank und der Kühlanlage auch der aus dem Leopard 1 stammende Mehrstoffmotor von MTU.
Technische Daten:
Besatzung 4 Mann
Länge 7,68 m
Breite 3,25 m
Höhe 2,70 m(bei eingefahrenen Kranausleger)
Gewicht 39,8 Tonnen
Antrieb 10-Zylinder-Vielstoffmotor, 90° Zylinderwinkel 610 kW (830 PS), 2,86 kNm Drehmoment
Federung: Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 62 km/h
Reichweite ca. 850 km
Quelle: wikipedia

Der Bausatz

Der Karton ist gefüllt mit 9 grauen Spritzlingen, der Ober- und Unterwanne, einem klaren Spritzling, 6 Weichgummispritzlingen, einer PE Platine, ein verdrilltes Kupferkabel, Seilmaterial und ein Decalbogen.

Einige der Spritzlinge, wie etwa für die Kette und für das Laufwerk sind bereits von vorigen Leopard 1 Bausätzen von Takom bekannt. Die restlichen sind komplett neu für den Bergepanzer gemacht.
Die Qualität gefällt - sauberer Guss, keine störenden Auswerfermarken, keine Fischhäute oder Verzug. Hier und da fällt die Formtrennnaht etwas ins Auge, aber die sollte in der Regel schnell zu entfernen sein.

Die Unterwanne ist einteilig und auf den ersten Blick eine normale Leopard 1 Wanne, aber der vordere Bereich zeigt die erforderlichen Änderungen für den Bergepanzer mit der Aussparung für die Seilwinde sowie jene für die Arme des Stützschildes.
Ansonsten sind die Details an der Wanne wie von Takom zu erwarten gut. die Schwingarme liegen einzeln bei und werden sehr passend in den jeweiligen Aufnahmen verklebt. Ein bewegliches Laufwerk ist nicht ohne weiteres baubar.
Die Kette ist eine bewegliche Einzelgliedkette. Die Kettenglieder an sich sind in einem Stück gegossen und machen einen guten Eindruck, wobei mir das Gummiinlay auf der Innenseite ein wenig zu markant angegrenzt ist. Zwischen zwei Glieder wird noch der Mittenverbinder mit Führungszahn geklipst und auf beiden Seiten dann je ein Endverbinder aus Weichgummi aufgesteckt. Die Bolzen haben eine kleine Verdickung wodurch die Endverbinder arretiert werden.
Insgesamt zwar eine Menge Arbeit, denn jeder Kettenglied sitzt an 4 Angüssen, dazu die Mittelverbinder an zwei Angüssen und die Endverbinder an einem Anguss - diese alle müssen abgetrennt und versäubert werden. Das nimmt Zeit in Anspruch, aber am ende besser und einfacher als Kettenglieder, die sich noch aus Ober- und Unterseite zusammensetzen.
Die Gummiendverbinder sind für den Werkstoff recht schön detailliert aber teilweise ein bisschen mit Fusselkram-Ausfluss. Der ist etwas schwer zu versäubern, da das bei so weichem Gummi immer etwas schwierig ist.

Die Heckwand ist bereits mit in die Unterwanne integriert und erleichtert den Zusammenbau weiter.
Interessant ist die Darstellung der hinteren Schmutzfänger, denn diese sind einteilig im hochgeklappten Zustand - schön wäre hier die Option zwischen dieser und der normalen heruntergeklappten Version - aber es sieht schon nicht schlecht aus so. Noch besser und dann auch nach eigenem Gusto baubar ist das Extra Set für dies Schmutzfänger von Leopard Workshop (LW029)

Aus der Bauanleitung wird es nicht klar ersichtlich, aber das Stützschild vorn scheint beweglich baubar zu sein. Das Stützschild selber ist wirklich super gemacht - in der Hauptsache in einem Teil, das mit feinen Details und schöner Wölbung aufwartet und vor allem komplett ohne Auswerferstellen. Zwei weitere Teile werden noch angebaut zur Darstellung der Verstärkungen.

Die Oberwanne ist ebenfalls einteilig gespritzt. Sehr schöne Details und sauberer Guss. Keine Auswerferstellen, kein Verzug.
Die Oberflächendetails wie die Antirutsch-Pads sind sehr gut und fein dargestellt, das gefällt richtig gut.
Alle Luken sind offen und können mit den entsprechenden Deckeln bzw. Türen verschlossen werden. Da keine Inneneinrichtung vorhanden ist, machen offene Luken nur dann Sinn, wenn man eine Figur hineinstellt oder selber eine Inneneinrichtung beisteuert.
Das Motorlüftergitter auf dem Motordeck ist bereits in Plastik gespritzt mit beachtlich feiner Struktur über die das Oberflächengitter aus PE Platine geklebt wird und damit den perfekten optischen Eindruck erwecken dürfte.
Natürlich sind sämtliche Werkzeuge, die zusätzlichen Schäkel, Eisgreifer wie am Original auch hier vorhanden und werden auf die Wannenseiten geklebt. Die Halterungen sind bereits entsprechend mit angegossen.
Bei den Nebelwurfbechern fällt die Formtrennnaht etwas unangenehm auf, die man versäubern müsste - auch die feinen Kettchen, die die Deckel halten, sind nicht enthalten - zum Glück gibt es diese separat zum kleinen Kurs von Leopard Workshop (LW044)
Die vielen Winkelspiegel für Kommandant und Fahrer sind als Klarsichtteile enthalten und machen einen guten Eindruck.

Für das Motordeck liegen natürlich die Halterungen und entsprechende Ersatzlaufrollen ohne Naben bei und neben dem ebenfalls beiliegenden Motorhebegeschirr hat Takom erfreulicherweise auch das Tragegestell für ein Ersatztriebwerk beigelegt, das man wahlweise auf dem Motordeck anbauen kann - ein einzelnes Triebwerk selber ist nicht enthalten - hier muss man entweder auf eines aus Resin (Perfect Scale) zurückgreifen oder entnimmt es den Leopard Mexas Bausätzen von Hobby Boss, die das Triebwerk beinhalten, aber keine Möglichkeit bieten einen offenen Motorraum darzustellen. ;-)

Doch zurück zu unserem Bergepanzer ... der Kranarm setzt sich aus mehreren Teilen zusammen, die einen guten Eindruck machen. Das obere Deckblech zeigt auch die korrekte Darstellung der Antirutsch-Pads ... eventuelle eine Spur zu erhaben, aber insgesamt optisch sehr ansprechend. An der Kranbasis werden zwei Hydraulikzylinder aus je zwei Halbteilen zusammengesetzt, die den Hydraulikstempel beinhalten. Das ganze wird ohne Verkleben in den Kranarm eingesetzt und lässt diesen somit frei in der Höhe beweglich sein. Wie fest/eng das Ganze sitzt um den Arm dann auch in erhobenem Zustand zu halten, muss sich dann noch zeigen.
Das beiliegende Textilseilmaterial wird dann als Kranseil verwendet und innen um die Rollen des Kranarms und des Kranhakens durch die Rollen geführt. Ein Metallseil wäre sicher schöner gewesen von der Optik, birgt aber auch immer die Gefahr, dass es zu störrisch ist und damit dem Seillauf ein komisch aussehen verleiht. Das beiliegende Seil erscheint mir allerdings ein wenig kurz um den Haken dann auch bei erhobenem Arm deutlich ausgefahren darzustellen. Vielleicht täuscht das aber auch.

Der Kran ist auch drehbar baubar, wennauch dies in der Bauanleitung etwas unklar dargestellt ist und sich tatsächlich auch als recht tricky erweist, denn der Kleberand zum Anbau der Basis auf die Oberwanne ist ziemlich dünn und ein falsch laufender Tropfen Kleber verklebt direkt die drehbaren Teile.

Die Takom typische DIN A4 Bauanleitung im Querformat führt in 29 verständlichen Baustufen zum Ziel. Die Zeichnungen sind groß und sauber und insgesamt gut verständlich. Was nicht genau gezeigt wird, ist der exakte Verlauf des Kranseils um die Rollen am Arm und Haken und wo es dann im Arm befestigt werden muss. Hier helfen dann nur Originalfotos.

Im Anschluss an die Baustufen finden wir sechs gedruckte Farbprofile zur Bemalung und Markierung des Bergepanzers.

Die Farbprofile machen Angaben lediglich für die Ammo of Mig Farben und stellen folgende 6 Möglichkeiten dar:

  • 3./PzGren.401, Hagenow 2004 in Standard Dreifarb Flecktarn
  • FlaLBtl.6, Lütjenburg 2007 in Standard Dreifarb Flecktarn
  • PzGrenBtl.21, Wesendorf 1980 in gelboliv
  • PzGrenbtl.51, Wasserübungsplatz Hann.Münden, 1984 in Versuchstarnanstrich
  • RakArtBtl.55, Homberg/Efze, 2004 in gelboliv mit Laufrollen in bronzegrün
  • Chilenische Armee


Der Bau

Der Bau dieses Bausatzes beginnt, wie so häufig, mit dem Bau der Unterwanne und dem Anbau des Laufwerks an diese.
Dazu werden
die Endanschläge, Stützrollen und Stoßdämpfer an die Wanne angebaut. Bei letzteren sollte man, da man nur den einen Befestigungspunkt an der Wanne hat, nicht zu lange warten, bis man im nächsten Schritt die Schwingarme einklebt, denn dan diesen ist der zweite Befestigungspunkt ist und man die Stoßdämpfer ggf etwas verschieben muss. Durch diesen Befestigungspunkt und die sehr passig sitzende Einlassung der Schwingarme in die Wanne, sitzen diese fast idiotensicher in absolut gleicher Ebene. Dennoch schadet es nicht diese nach dem Einbau aller Schwingarme auf den exakt ausgerichteten Sitz zu kontrollieren.

Als nächstes geht es dann an sie Laufrollen und Treibräder. Erstere setzen sich aus zwei Halbteilen zusammen, die sich einfach zusammenstecken und verkleben lassen. Die Angüsse an den Laufflächen sollte man besonders gut versäzbern. ich empfehle hierzu Schleifschwämme, da diese die Rundung beibehalten und keine Kanten reinschleifen.
Auch die Treibräder aus drei Teilen setzen sich ganz easy und sehr passgenau zusammen dank Stiften und Führungsringen.
Glücklicherweise lassen sich sämtliche Räder recht stramm auf die entsprechenden Arme stecken ohne dass man sie kleben muss und ohne dass sie immer gleich wieder herunterrutschen.
Auf diese Weise hat man sie erstmal für den Gesamteindruck am Platze und kann sie zur Lackierung dann wieder entfernen.

Als nächstes geht es daran die Inneneinbauteile in der Wannenfront zusammenzubauen - dies ist einmal die Seilwinde und zweimal die Stützschildarme.
Letztere werden ohne Kleber in die Seitenwände gesteckt in denen sie recht stramm sitzen, was gut ist, denn so bleibt das Stützscjild später in jeder Position. Sietenteile und Deckplatte sollte man sauber ausgerichtet und ausreichend gut verkleben.
Bei der Seilwinde muss man beim Teil G11 aufpassen, dass man es richtigrum auf G12 verbaut, denn es gibt zwei Passlöcher auf der einen Seite für den Anbau von G4.
Die Seilwinde klebt manrecht einfach vorn in die mittige Aussparung der Unterwanne. Die beiden Arme des Stützschilds könnte man auch schon in ihre Positionen in der Wanne einkleben - hier sollte man genau achtgeben, dass die Seitenwände exakt mit den Ausschnitten in der Wanne abschließen. Und das ist wirklich, wirklich wichtig. Prüft das von allen Seiten, ob die Teile überall bündig anliegen - ihr habt sonst später Probleme die Oberwanne spaltenfrei vorn aufzusetzen. Die Teile sollten ordentlich verklebt werden, da später ggf. beim Bewegen des Stützschilds einige Kräfte darauf wirken. Insbesondere sollte man ausreichend abwarten bis der Kleber trocken ist, bevor man das Stützschild anklebt.
Empfehlenswert ist eher erst das Stützschild zu bauen und beide Arme daran anzubauen und das ganze Konstrukt dann insgesamt in die Wanne einzubauen. So vermeidet man Pressorgien an den bereits eingebauten
Armen.
Also steht jetzt das Stützschild auf dem Programm - man baut dieses recht schnell und einfach aus drei Teilen zusammen, die man aus dem Spritzling trennt und versäubert. Auf der Rückseite seitzt G13 an der Unterseite and und daran G8 bündig abschließend.
Daran werden dann die zwei Halteplatten für die Arme angeklebt. Hier ist es etwas tricky die drei kleinen Passnasen exakt in die entsprechenden Vertiefungen zu bringen.
Ist das angetrocknet, kann man die Arme ankleben - hier hat Takom eine erstaunlich exakte Passung kreiert, denn diese lässt sich so gut aufstecken, dass die Verbindung schon ohne Kleber gut hält - aber natürlich muss man mit Kleber das ganze endfest machen.

Nach dem Anbau einiger kleiner Anbauteile an die Heckwand, sowie der hinteren Schmutzfänger - welche leider nur in der hochgeklappten Version beiliegen und die Passstifte eine Idee zu lang erscheinen, denn die Schmutzfänger liegen nicht an der Oberwanne an, geht es an die Oberwanne.
Hier beginne ich mit den Teilen, die von der Innenseite aus eingebaut werden müssen - dies sind die klaren Plastikteile der Winkelspiegel, die von innen her eingesteckt werden - man muss nur schauen, dass man sie richtigherum einbaut und vorsichtig verklebt.
Auch das Bug MG wird von innen eingesteckt und mit einer Abdeckung beweglich gesichert.

Ansonsten gehe ich Seite für Seite des Modells nach Anleitung durch und baue die Werkzeuge und Anbauteile entsprechend an. Hier gibt es dank guter und passender Passtifte und Aussparungen in der Oberwanne keinerlei Probleme.
Etwas tricky wird es wieder an der Frontseite mit den winzigen Teilen H12 - hier muss man extrem vorsichtig beim abtrennen vom Spritzling ohne dass sie wegspringen. Hat man sie sauber abgetrennt, sollte man mittels Zahnstocher
einen Klebepunkt an die Stelle der Frontwand setzen wo eines der Teile ran soll und nimmt dann mit der anderen Seite des Zahnstochers, die man leicht befeuchtet, eins der Teile vorsichtig auf und führt es auf den Klebepunkt.
Auch der kleine Arm, der an der vorderen linken Kante aus Teil H1 und H2 zusammengebaut angeklebt werden muss, ist nicht ganz einfach anzubringen, denn es ist schräg ausgerichtet wie beim Original, das ergibt sich aus dem Teil leider nur bedingt.

Auf dem Dach werden die Lukendeckel nur eingesteckt und nicht verklebt - sie sitzen recht eng, sodass sie nicht einfach so herausrutschen. Auch weitere Kleinteile und abdeckungen werden angebaut und passen perfekt.

Der Rahmen G6 und die Abdeckung des vorderen Seilwindenschachts klebe ich erst später nach dem Aufkleben der Ober- auf die Unterwanne an um Passprobleme zu vermeiden.
Die Scheinwerfer werfen auf ihre jeweiligen Grundplatten geklebt und dann diese horizontal abstehend an die Markierungen auf der Bugplatte, während die korrespondierende Frontplatte jeweils schräg abstehend davor ... ein bisschen fummelig, aber es passt gut.

An der rechten Fahrzeugseite geht es dann weiter. Die Eisgreifer in Halterung (E37) sind nicht ganz einfach in die die entsprechenden Aussparungen einzufädeln - man sollte auf jeden Fall gleich danach Teil E27 verkleben um sicherzustellen, dass dies sich nicht mit den Eisgreifern ins Gehege kommt.

Dann geht es weiter daran die Kleinteile und Werkzeug und Luken an der rechten Seite anzubauen.
Teil E18, das an der Aufbauwand neben dem Kranarm angebaut wird, hat mich verwirrt, da die vordere Halterung bei mit viel kürzer war als in der Anleitung gezeigt ... ich habe es dennoch passend angeklebt bekommen.
Auf dem Motordeck wird das PE Gitter über den Lüfter geklebt. dazu vorsichtig aus der Platine trennen, die Seiten glatt schleifen und dann dünn mit Sekundenkleber am Rand (nicht die Gitter damit verstopfen) vorsichtig auflegen. Am besten am hinteren Rand genau ausrichten, was nicht ganz einfach ist, da der Rand an dem man ansetzen kann,
unheimlich gering ist, sodass man schnell verrutschen kann.

Nachdem ich das mir fehlende Set LW044 von Leopard Club mein eigen nennen konnte, konnte ich auch endlich die Nebelwurfbecher bauen - hier fehlen definitiv die kleinen Kettchen für ein besseres Aussehen.
Die Nebelwurfbecher sollte man nach dem Heraustrennen ordentlich versäubern - bei mir waren recht deutliche Grate, die ich mit Skalpell und Schleifschwamm soweit es auf die Schnelle ging, entfernt habe. Die kleinen Kettchen habe ich dann mit Sekundenkleber am Deckel befestigt und danach hängend nach hinten gebogen.
Es geht aus der Anleitung leider nicht genau hervor und prompt habe ich es aus dem Gefühl heraus falsch gemacht: die Fächerung der Becher ... tatsächlich weisen die vorderen
drei eher nach rechts, die hinteren drei eher nach links. Also aufgepasst. Ich habe sie nchmal angelöst und andersherum gefächert, wie beim Original.

Weiter geht es mit den letzten Anbauteilen auf dem Motordeck, bzw. dem Aufbau - hier sind es zunächst die großen Teile der Staukisten, sowie Ersatzkettenglieder und deren Halterung. Etwas eigenwillig ist die linke davon, denn die besteht aus dem Ersatzlaufrollenhalter unter dem sich zwei Ersatzkettenglieder befinden - laut Anleitung ohne Endverbinder, was zum einen wenig Sinn macht und zum anderen im Original so nicht zu bestätigen ist.
Allerdings sitzt das ganze Ding durch die Endverbinder nicht richtig auf. Mit etwas Gewalt und Geduld bekommt man es aber aufgedrückt - aber einfach ist anders.
Auf das Tragegeschirr für ein Triebwerk auf dem Motordeck habe ich verzichtet und nur die Verriegeungen auf dem Motordeck dafür angebaut.

Da zu diesem Zeitpunkt für mich endlich klar war, dass der Kranarm entgegen meiner Vermutung anhand der Bauanleitung doch vom Bausatz her drehbar baubar ist und ich nicht selber eingreifen und einen Stift von innen setzen und verschweissen muss, konnte ich endlich die Ober- und Unterwanne miteinander verkleben. Im großen und Ganzen ging das angenehm einfach und gut passend - nur an der Front zickte es etwas, da ich bei den Einbauten der Stützschildaufnahmen etwas unaufmerksam war und diese sich etwas verkantet hatten. Aber mit etwas Geduld und Kleber und sanfter Gewalt, ließ sich auch hier beides miteinander vereinigen.

Weiter ging es mit weiteren Kleinteilen, wie dem bisher fehlenden Rahmen vorn an der Öffnung der Seilwinde und der dazugehörigen Verschlussklappe, was ohne Probleme klappt. Man muss nur bei dem Rahmen schauen, dass die "Lippe" unten und mit der glatten Seite nach vorn ist.

Zum Anbau der Abschleppseile hinten hier ein ganz wichtiger TIPP: Klebt als erstes hinten auf dem Motordeck die 4 Haltewinkel (3x H34, 1x H33) auf und wartet bis sie wirklich fest verklebt sind. FÜr die beiden Abschleppseile schneidet nach Anleitung 13cm vom Kupferseil ab und klebt erstmal nur an jeweils EINE Seite eine Kausche. Klebt diese dann zusammen mit den jeweiligen Teilen H8 an der linken Seitenwand auf die entsprechenden Haterungen und lasst den Kleber ein paar Minuten anziehen. Legt dann die beiden Seile Stück für Stück in die Halterungen, führt sie im Bogen auf das Motordeck und legt sie unter die zuvor angeklebten Haltewinkel und fixiert die Seile mit Sekundenkleber um eventuelle Spannungen auf die Haltewinkel rauszunehmen. Am Ende legt ihr die Seilenden so an die Endhalterungen und legt die Kauschen entsprechend auf, dass ihr die Seile exakt so ablängen könnt, dass sie dann genau passen. Klebt dann die Seilenden in die Kauschen.
Zum Abschluss an dieser Stelle werden am Heck noch die Halterungen und die entsprechenden Abschleppstangen angebaut - dies geht ohne weitere Probleme, wobei auch es sich auch hier lohnt die Halterungen erst ordentlich an der Wanne festkleben zu lassen, bevor man die Abschleppstangen aufsetzt und verklebt.

Dann geht es endlich an den Kranarm. Hier werden zunächst die beiden Hydraulikzylinder aus den beiden Halbteilen zusammengeklebt und dabei der Hydraulikstempel dazwischen eingelegt. Dieser rutscht für meinen Geschmack aber viel zu leicht hin und her, d.h. so werden diese beiden den Kranarm im Zweifelsfall nicht in der Höhe halten können.
Was mir zunächst beim Studium der Bauanleitung und Betrachten der Teile im Spritzling Bauchschmerzen bereitet hatte war, dass es aussah, dass die Kranarmbasis offenbar auf die Unterwanne geklebt wird und nicht drehbar erschien - und dass das mittige Loch in der Oberwanne eben keine Drehachse beinhaltete.

Aber nach Heraustrennen der drei Teile F16, F17 und F18 und dem trocken Zusammenlegen klärt sich das, denn F18 und F17 werden miteinander verklebt und schließen dabei F16 ein ohne dieses mit zu verkleben. Damit bleibt F17 in F16 drehbar, welches widerum auf der Oberwanne verklebt werden kann.
Die Hydraulikstempel werden dann mit dem Basisstück F24 auf der Kranarmbasis verklebt. Auch hier unbedingt ordentlich andrücken und trocknen lassen


Dann geht es an den Bau des Kranarms an sich. Die Boden- und beide Seitenplatten werden akribisch versäubert und auf jeden Fall einmal vorher trockenpassen um sich über die Ausrichtung klar zu sein (am besten vorn am Winkel der Unterseite diese an den geknickten Ansatzpunkten der Seitenteile beginnen) und zu schauen ob die Teile spaltenfrei zusammengehen. Beim Zusammensetzen kann man die Rollen vorn ohne Kleben einstecken und diese bleiben dann drehbar. Die Teile kann man dann in Ruhe trocknen lassen, denn der Einsatz der Hydraulikstempel kann in die Löcher der Seitenteile einfach eingesteckt werden wenn die Seitenteile ein wenig auseinandergedrückt werden. Damit bleiben diese beweglich.

Bevor das Seil eigefädelt und die Deckplatte aufgeklebt wird, sprühe ich den Innenbereich in gelboliv, damit man später diesen Innenraum auch einfarbig hat und nicht das graue Plastik sieht.
Dann wird der Kranhaken aus relativ vielen Teilen zusammengesetzt - hier gibt es keine Probleme, man muss nur beim einbauen von F28 und F29 aufpassen, dass sie mit der Basisplatte des Hakens abschließen und nicht, so wie ich erst auf dem Bild rechts. ;-)

Jetzt wird es tricky ... leider muss man sich entscheiden, ob man den Haken hängend oder angeklappt im Ruhezustand darstellen will - ich dachte ich könnte es variabel gestalten - aber ging leider nur so semi.
Also zunächst wurde das Textilseil mit gun metal bemalt und in die Endschlaufe F12 oder F13 eingeklebt und dann von hinten nach vorn durch die Rollen des Kranhakens gefummelt (und ja, es wird gefummelt, denn es ust sehr schwer diese durchzuschieben - ein spitze Pinzette hilft auf jeden Fall), dann nach oben durch die korrespondierende Rolle geführt und weiter nach unten, usw. Am Ende oben dann nach hinten durch den Kranarm nach hinten zur Basis führen. Ich habe das Seil mit Plastikkleber fixiert.
Dann wird die Deckplatte des Arms aufgelegt, ausgerichtet und verklebt. Dabei schön fest überall andrücken. Mit den Anschlussteilen F31 wird das obere Ende auf der Kranbasis beweglich fixiert - und ein letztes Mal fest andrücken und trocknen lassen. Damit bleibt der Arm dann in der Höhe beweglich und durch den sehr festen Sitz, bleibt der Arm auf Höhe.

Dann wird der gesamte Kran auf der Oberwanne verklebt, aber vorsicht! Der Rand von F16 ist sehr dünn - jedes bisschen Kleber, das beim Kleben auf die Oberwanne nach innen quillt, läuft direkt in den Drehspalt zu F18 und verklebt dieses, sodass dann keine Drehung mehr möglich ist. Ich habe das Teil daher ganz dünn mit Plastikkleber per Zahnstocher bestrichen und dann schnell aufgeklebt. Die beiden Aufnahmelöcher wurden von mir zuvor etwas erweitert.

Dann geht es an den Bau der Kette. Hier werden erst die Kettenglieder herausgetrennt und dann von den vier Angüssen versäubert. Die Vinylendverbinder werden knapp und scharf abgeschnitten und benötigen damit dann keine weitere Versäuberung. Der Bau gestaltet sich dann recht einfach: Mittelverbinder an das Glied klicken, das nächste Glied einklicken und dann mit den beiden Endverbindern verbinden und sichern. Dadurch, dass es Vinylteile sind, passen sie einfach und reissen nicht. Man muss nur aufpassen dass man sie jeweils richtg herum aufsteckt - oben und unten, sowie innen und aussen.

So lässt sich ein Strang von 83 Kettengliedern in knapp einer Stunde zusammenstecken - die Kette ist beweglich und recht stabil.

Mit dem Aufziehen der Kette nach der Bemalung von Fahrzeug und Kette ist dann der Bau beendet. Das Aufziehen selber kann man nach zweierlei Methode machen - entweder als Strang durchziehen und dann über das Kettentreibrad die beiden Enden zusammenführen. Allerdings entpuppt sich hier das zusammenführen mit den beiden Endverbinder als rechte Fummelarbeit.
Daher ist es besser wenn man das Reibrad nur gesteckt hat und zum Ketteaufziehen herausnimmt, dann die Kette auf dem Laufwerk ohne Treibrad in aller Ruhe ohne Platzprobleme zu einem Ring zusammensteckt und dann erst das Treibrad wieder zusammen mit dem Kettenring einstecken und verkleben.

Bemalung/Alterung

Die Bemalung erfolgte dieses Mal wie gewohnt, indem zunächst die Sprühgrundierung von Games Workshop in schwarz aufgesprüht wurde. Diese ergibt eine sehr schöne und sehr gut haftenden Oberfläche und färbt auch PE Teile zuverlässig.
Darüber wurde dann mit weißer Farbe (Tamiya XF-2) per Airbrush ein pre-Shading aufgebracht Dabei wurden horizontale Fläche deutlich heller gemacht, als schräge und vertikale. Bei den vertikalen habe ich einen Verlauf gesprüht, also oben heller als unten
Die Unterwanne am Laufwerk habe ich schwarz belassen.

Es folgt ein Überzug des gesamten Fahrzeugs mit Amig 0087 gelboliv. Ich habe dies in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Danach habe ich ein wenig weiß in die Grundfarbe gemischt und gezielt Flächen aufgehellt und Highlights gesetzt.

Nach dem Trocknen der Farbe habe ich das ganze Fahrzeug mit Amig 0090 Seidenmattlack überzogen.


In der Zwischenzeit habe ich die Gummierung der Laufrollen mit Amig 0033 per Airbrush aufgetragen. Nachdem die Farbe getrocknet war, wurden die Laufrollen in die Lackierschablone QW147 von Quickwheel eingesetzt, dann in einem Durchgang die nun freigelassenen Radfelgen in Tamiya XF67 per Airbrush bemalt. Ja, richtig gelesen - Nato grün für die Laufrollen, während das Fahrzeug gelboliv ist? Ja, das gabe es bei diesem Bergepanzer vom RakArtBtl.55. Durch Benutzung der Quickwheel Schablone hat man unheimlich schnell die Räder bemalt mit superscharf getrennter Gummierung von der grünen Grundfarbe.
Das Ganze dann auch nochmal von der Rückseite und fertig ist das Laufwerk und die Räder werden wieder aufgesteckt.

Als nächstes werden die Decals aufgebracht, was problemlos geht - bei näherer Betrachtung fallen an einigen Decals leider Farbversätze auf. Aber es gibt schlimmeres. Die Decals werden mit Weichmacher aufgebracht und mit einem Wattestäbchen fest angedrückt.
Wenn diese fest angetrocknet sind, wird das ganze Fahrzeug nochmal mit Seidenmattlack überzogen.

Dann geht es an die Ketten. Diese habe ich mit weißer Grundierung von Titans Hobby aus der Sprühdose grundiert - diese, da ich bemerkt habe, dass diese Grundierung nicht mit Vinylteilen reagiert.
Darüber folgt ein Gesamtüberzug der Ketten.
Per Airbrush wird in mehreren Schichten AK4041 English Uniform gebrusht - diese Farbe hat sich mir eher zufällig aufgedrängt als passende Farbe für moderne Panzerketten mit leichtem Flugrost. Die weiße Grundierung lässt das aber leider etwas zu hell erscheinen - ich werde zukünftig wieder auf eine dunkle Grundierung zurückgreifen.
Die Farbe ordentlich trocknen lassen und dann die Aussenbereiche, die in der Flugrostfarbe bleiben sollen, mit Tamiya Masking Tape abkleben.
Die Innenseite der Ketten, da wo die Laufrollen das Metall blank reiben, habe ich dann mit Amig 0045 Gunmetal per Pinsel aufgemalt. Die kleinen Gummiinlays auf der Innenseite und die Gummipolster auf der aussenseite werden per Flachpinsel mit einer Mischung aus Amig 0033 Gummifarbe mit ein paar Tropfen Amig schwarz seidenmatt bemalt. Für die Inlays empfiehlt sich ein dünner
Pinsel.
Da mir der äussere Bereich mit Flugrost noch zu hell und geblich waren, habe ich mir hier eine Mischung aus dunkleren Rost- und Metallpigmenten angerührt und aufgetupft. Nachdem diese getrocknet ist, habe ich die inneren Vertiefungen der Kettenkörper mit schwarzer Washingfarbe punktuell behandelt. Die Farbe läuft hinein und verstärkt den Tiefeneffekt.

Dann geht es an das Bemalen der Details. Die Laufollen bekommen an den Naben rote Punkte, die Abschleppstangen und das Hebegeschirr werden in Natogrün per Pinsel bemalt, die Rückleuchten werden mit Metallfarbe grundiert und darüber mit klar rot und orange die Rücklichter und Blinker bemalt.
Die Werkzeuge variiere ich stark - einige Holzstiele werden in roher Holzfarbe bemalt, einige in grün, manche Metallteile in dunkler Metallfarbe, andere in natogrün, teilweise etwas abgeschubbert.
Die Ersatzkettenglieder werden mit dunkler Metallfarbe und darüber track rust washing bemalt.

Die große Kunst beginnt am Stützschild - hier hat man jegliche Möglichkeiten. Vom brandneuen Schild in Fahrzeugfarbe bis zum völlig
blankgescheuerten. Dazwischen unendlich viele Variantionen, vor allem mit Rost. Hier hilft es sich Originalfotos anzusehen um zu evaluieren wo, wie und in welchen Tönen sich der Rost hier ansammelt.
Was fast immer gleich bleibt, ist die blanke unterste Lippe des Schilds. Ich habe damit begonnen, das Schild in "polished metal" Farbe zu bruschen - aber nur im unteren Bereich. Mit einem Stück Schaumstoff habe ich in gelboliv im oberen Teil wieder die normale Farbe aufgetupft und damit scharfkantige Kanten zum Metallbereich geschaffen.

Den Übergang sollte man eigentlich mit einer gelblichen Farbe, wie die Mennige Rostschutzfarbe aussieht, in dünnen Rändern ... ich dachte, das könne man mit einem der Weathering Pinsel schnell und einfach und fein dosiert erledigen - aber Pustekuchen. Der Stift ist, auch angespitzt, viel zu dick und verhält sich eben wie ein Buntstift - er hinterlässt keine glatte Farbfläche.
Nun geht es an die Rostbereiche ... diese liegen in den Bereichen, wo Sand und Geröll schonmal die Farbe abgetragen hat, danach aber längere Zeit nicht mehr - das blanke Metall rostet dann.
Ich habe begonnen mit drei Rosttönen der AK Weathering Pencils unterschiedliche Bereiche damit zu gestalten. Die besten Effekte habe ich erzielt als ich die Spitzen etwas mit Wasser befeuchtet habe, man muss nur aufpassen, dass man dadurch keine runden Farbflecken kreiert. Also auch immer schön tupfen und mit trockener Spitze Streifen von oben nach unten ziehen. Erwartet keine Wunder von den Stiften - ich war erst ziemlich frustriert. Aber mit verschiedenen Rostpigmenten von Amig, die ich mit einem mittelgroßen Pinsel unregelmäßig mit Pigmentfixer aufgetupft habe, hat mich näher an das gewünschte Ergebnis gebracht.


Als nächstes geht es dann an das Filtern des Modells. Heißt in diesem Fall das Auftupfen kleiner Farbpunkte von Ölfarbe. Ich habe hier gelbe, weiße, braune, grüne, schwarze, etc. Punkte gesetzt. Dabei in den oberen Bereichen eher hellere in den unteren eher dunklere Farben. An Luken und aneinanderliegenden Flächen habe ich andere Farbkombinationen genutzt um die Flächen voneinander abzugrenzen.
Der Clou des Filterns liegt jetzt daran, dass mit einem Flachpinsel und Verdünner diese Farbpunkte in die Grundfarbe eingeblendet werden und zwar so, dass nur der Hauch eines Farbschleiers zurückbleibt, der nicht deutlich sichtbar, sondern nur andeutungsweise bleibt und damit dem Fahrzeug mehr Farbvarianz und damit etwas fürs Auge bietet, insgesondere wenn sich die Flächen leicht voneinander abheben. Auf der linken Seite zeigte sich, dass der Überzug mit dem Seidenmattlack offenbar nicht ganz deckend war, denn die Chemikalien des Verdünners ließen das Decal des Eisernen Kreuz rissig werden. Ärgerlich, aber glücklicherweise im Original auch aufkleber, die rissig werden können.

Nach diesem Schritt sollte man das ganze rund 24 Stunden trocknen lassen. Dann geht es darum die einfarbige Bemalung weiter mit Laufspuren aufzulockern. Dazu habe ich schwarze und weiße Ölfarben mit einem 0er Pinsel an den vertikalen Flächen von oben nach unten gezogen und relativ zeitnah dann mit einem saubern Pinsel mit Verdünner diese in ebensolchen Bewegungen auch in die Grundfarbe eingeblendet. Gerade an Details und Erhebungen kann man darunter dunkle Laufspuren, wie von Rost, gut darstellen.

Das ganze muss gut abgestimmt sein - die Streifen dürfen nicht übermächtig ins Auge stechen, aber dennoch genug sichtbar bleiben, dass sie unterschwellig einen interessanten Look für das Auge kreieren. Dies habe ich auch vorn am Schild gemacht und sich damit die Verschmutzung noch deutlich besser gestaltet und das Rostszenario noch weiter auflockert.
Danach wieder ordentlich trocknen lassen.

Es folgt das washing - also das Betonen von Vertiefungen, Rillen und Details durch eine dunkle Farbe - ich habe dies durch mit Amig 1005 dark wash durchgeführt. In der Hauptsache als Pinwash, d.h. die Flächen wurden nach und nach mit Verdünner befeuchtet und dann mit einem dünnen Pinsel die Details spezifisch mit dem wash betupft um die dunkle Farbe an diesen Details gezielt aufzubringen. Farbmittelränder wurden dann miit einem sauberen Pinsel von der Fläche zu den Details hingewischt.
Durch das washing bekommt das Modell mehr Tiefe durch eine weitere Ebene, die Schatten verstärkt und Details mehr hervorhebt. Auch die Kanten am Stützschild werden mit der dunklen Brühe behandelt. Ggf. muss man am Ende nochmal mit Rostpigmenten nachtupfen um wieder einen matten Look zu bekommen.
Auch hier wieder ordentlich trocknen lassen, bevor man weiter macht.

Als nächstes steht dann das Trockenmalen auf dem Programm.
Hier habe ich mir aus verschiedenen Ölfarben einen hellen mint-Ton angemischt und auf einem Stück Pappe erstmal etwas ruhen und das Öl dadurch herausgezogen wird.
Mit einem mittelharten Flachpinsel wird nun etwas von der Ölfarbenmischung aufgenommen und auf einem Stück Pappe ausgestrichen, bis keine Farbe mehr abgerieben wird und nur noch wenige Pigmente im Pinsel verblieben sind.
Damit wird dann das Modell über Ecken, Kanten und Erhebungen gestrichen. Dadurch bleiben die hellen Farbpigmente spezifisch nur an den vorgenannten hängen und betonen diese mit einer Aufhellung. Das Modell erhält dadurch eine weitere Ebene und betont dadurch Details, die ansonsten untergehen.

Zum Abschluss wird das Laufwerk und die unteren Wannenteile mit verschiedenen Schlammprodukten aus dem Hause Ammo of Mig betupft und mit einem Pinsel, der an einem Spatel abgerieben wurde, Spritzer auf das Modell gebracht. Danach wurden die Randbereiche mit hellen Staubpigmenten betupft, wobei ich am Heck den Staubauftrag etwas höher gezogen habe und auch Ablagerungen auf Werkzeugen und Anbauteilen dadurch dargestellt habe.



Fazit

Sehr schön - ein guter Bausatz, der Spaß gemacht hat und, bis auf die Ketten, auch schnell von der Hand geht. Keine Schwierigkeiten beim Bau, kein Zwang zum nachdetaillieren und endlich mal ein lang erhofftes Modell für die Bw Modellbauer. Drückt die Daumen, dass da noch mehr kommt.

Preis / Leistung: ***** Paßgenauigkeit: *****
Detailierung: ***** Schwierigkeitsstufe: *****



© 10/2019 Thomas Hartwig

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