Ausgepackt-Archiv

Im Vertrieb von Dickie-Tamiya
Werkstr.1
90765 Fürth
http://www.dickietamiya.com/

Mit der Nummer 35373 bringt Tamiya den French Light Tank R35.

Bei einem Gewicht von 4,5 to. kann der 160 PS Motor das Fahrzeug bis auf 100 km/h beschleunigen. Die Panzerung schützt die 4 Mann Besatzung frontal gegen 12,7 mm MG Beschuss, seitlich gegen 7,62 mm Munition. An der Dachluke kann ein leichtes MG oder auch eine Panzerabwehrrakete befestigt werden. Je 4 Nebelwurfbecher pro Seite sorgen für aktiven Sichtschutz. Im Iraq Einsatz gab es zusätzlich Panzerschutz an der Dachluke und Drahtschneider auf dem Dach. In der Heimat Japan werden diese Schutzmaßnahmen aber nicht genutzt.Der R35 als leichter französischer Panzer ist in 1:35 jetzt nicht unbedingt eine Neuheit, aber von Tamiya zu einem fairen Kurs tatsächlich ein "oho" wert, denn in puncto Baubarkeit und Modellbaufreundlichkeit auch für Anfänger, ist Tamiya einfach immer noch allen anderen eine Nasenlänge voraus.

Im Karton finden wir 4 beige Spritzlinge, das Turmoberteil und einen Decalbogen - das Ganze ist also so spartanisch wie übersichtlich und verspricht dadurch auch schnelle Bastelerfolg.

Die Unterwanne ist mehrteilig aus mehreren Platten zusammenzusetzen, was für Anfänger sicher etwas herausfordernd ist, aber dank stützender Mittelplatte und reichlich Passnuten an allen zu verklebenden Teilen, sollte es hier keine Schwierigkeiten geben - zumindest wäre das ziemlich untypisch für Tamiya.
Die Platten weisen bereits einige Oberflächendetails wie Nieten und Ansätze für das Laufwerk auf.
Die Oberwanne ist quasi einteilig und wird nur durch zwei schmale Seitenteile ergänzt und in Gänze mit der Glacisplatte die Unterwanne abzuschließen.
Die Oberwanne weist dabei sehr schön die typischen runden Formen und feine, realistische Gussstruktur aus. Luken und Klappen in der Wanne sind geschlossen mitgegossen. Die Lüftergitter des Motordecks sind ein bisschen unterdetailliert udn auch nicht druchbrochen. Das ist etwas schade.
Das recht markante Laufwerk ist recht gut und mit wenigen Teilen dargestellt. Die einzelnen Komponenten sind sinnvoll zusammengefasst mit guter Detaildarstellung. Ein bewegliches Laufwerk ist damit allerdings nicht realisierbar, dafür aber eben schnell zu bauen und man kann sicher sein, dass alles 1a auf gleicher Höhe ausgerichtet ist.
Die Details wie dei Federmanschetten der Einzel und Doppelradaufhängungen sind schön dargestellt und auch Treib wie Leiträder und die kleinen Laufrollen machen einen guten und sauberen Eindruck. Gerade die Laufrollen mit dem erhabenen Felgenrand und die Stützrippen und Felgenbolzen sehen sehr schön aus.
Die Kette besteht in großen Teilen aus langen Segmenten und einigen Eizelngliedern für die Umläufe um Leit- und Treibrad. Eine reine Einzelgliedkette wäre auch der absolute Horror, da die einzelnen Glieder eine unheiflich kleine Teilung besitzen wodurch eine unheimlich große Anzahl an Gliedern pro Seite existiert. Die hier enthaltenen Einzelglieder sind sauber gespritzt und glücklicherweise nur mit zwei Angüssen versehen. Die Segmente sind sowohl innen als auch aussen schön dargestellt mit den entsprechenden Details und ohne Auswerferstellen. Das obere Kettentrum weist auch bereits den entsprechenden und realistischen Kettendurchhang auf - sehr löblich! Um die Ausrichtung idiotensicher zu machen, ist in einem Kettenglied dieses oberen Segments ein Passstift, der genau in ein entsprechendes Loch der vordersten Stützrolle passt - dadruch wird der perfekte Sitz über die weiteren Stützrollen garantiert.
Die Kettenbleche liegen einzeln bei und auf diesen kommen Werkzeuge, Staukisten und der Auspuff zum Einsatz - alles in allem ganz schön und leicht zusammenzubauen.

Der Turm setzt sich im Groben aus Ober- und Unterteil zusammen. Auch der Turm weist die schöne und teils kurvige Form auf mit dezenter Gussstruktur.
Die Luken im Turm lassen sich offen oder geschlossen bauen - eine Inneneinrichtung ist leider nicht vorhanden.
Die typische französische Kommandantenkuppel mit der glockenförmigen Luke macht einen guten Eindruck.
Die Kanone lässt sich dank Polycaps höhenbeweglich und sogar seitenbeweglich (unabhängig von der Turmdrehung) in die Front einbauen. Das Kanonenrohr besteht nur aus einem ganz kurzen Stück Mündung des Rohren, das aber zuindest offen gestaltet ist.

Woie bei Tamiya fast üblich, hat man hier auch eine Figur beigelegt, in diesem Fall eine typisch französische Kommandantenfigur, die hinten aus der Turmheckluke sitzend dargestellt ist. Für Spritzguss ist das recht ansehnlich mit sauberen Details, einem gut gemachten Gesicht und brauchbarer Darstellung der Falten der Uniform.

Der Zusammenbau wird leicht verständlich in 21 Schritten erklärt. Innerhalb der Schritte wird Detailbemalung angegeben und wo besondere Sachen gebaut oder gebohrt werden müssen. Schriftliche Erklärungen sind in Japanisch, Englisch, Französisch und Deutsch vorhanden.

Ein farbig gedrucktes Falblatt zeigt zwei Bemalungs- und Markerungsoptionen:

  • "Le Buffle", 21.Combat Tank Batallion, Juni 1940 in typischem 5 Farb scharfkantigen Tarnmuster mit schwarzen Trennlinien.
  • 23.Combat Tank Batallion, Juni 1940 in 4 Farb scharfkantigen Tarnmuster mit schwarzen Trennlinien.

Der Bausatz weiß zu gefallen, klein, gefällig und sicherlich schnell zu bauen. Auf jeden Fall ein typischer Tamiya Bausatz mit dem Anfänger und Profis glücklich werden können.

   Kurz-Übersicht:
   Art.Nr:
   Art des Artikels:
   Material:
   Maßstab:
   Erschienen:
35373
Komplett Bausatz
Spritzguss
1:35
Februar 2020
Hersteller:
Land:
Preis bei
Erscheinen:
Tamiya
Japan

ca.28 Euro

   Geeignet für:


   Preis/Leistung:


   Gesamteindruck:




  
  Review von:
  Thomas Hartwig



Fotos:






Das Modell ist bei dem Modellbaufachhändler eures Vertrauens zu bekommen.

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