Ausgepackt-Archiv


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Im Doppelpack bringt mit dem Titel Combat Trainers” IBG unter der Nr.72529 zwei Flugzeuge auf den Markt. Einmal die PZL P.11a und zum Zweiten die PZL.23A Karas.

In der Stülpbox befinden sich insgesamt 15 Rahmen in mittelgrauem Plastik, zwei Rahmen mit Klarteilen, zwei Ätzplatinen und ein Decalsheet. Die Bauanleitung steht für beide Maschinen und ist in Heftform gehalten.

PZL.23A Karas

Der PZL.23A ist ein alter Bekannter, der bereits 2017 unter der Nr. 72507 zum ersten Mal aufgelegt wurde. Ein “Ausgepackt” dieses leichten Bombers findet sich im Archiv.

Deswegen gibt es an dieser Stelle nur einen kurzen Abriß.

Insgesamt macht dieser Bausatz immer noch einen sehr guten Eindruck. Der Guß ist einwandfrei mit sehr schönen und zum Teil extrem feinen Gravuren. Details sind ebenfalls einwandfrei ausgearbeitet.

Die Angüsse sind sehr klein gehalten, dürften sich aber leicht entfernen und versäubern lassen. Absolut schlierenfrei sind die Klarteile, mit für meinen Geschmack etwas zu prominenten Verstrebungen. Für die Lackierung dürfte es aber von Vorteil sein.

Die Bauanleitung führt in 13 Schritten (vollflächige Computergrafiken) zum fertigen Flugzeug.

Die PE-Teile fallen teilweise sehr fein und filigran aus. Damit ist dieser Bausatz nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Erfahrung im Umgang mit Pes ist hier gefragt.

Zwei Bemalungsvorschläge sind aufgeführt:

  • Air Training Center No. 1, Deblin
  • Training Flight Of 1st Air Regiment, Warschau

Die Decals wie gewohnt seidenmatt und so gut wie ohne Trägerrand.

Die Farbangaben in der Anleitung beziehen sich auf die Sortimente von Vallejo Model Air, Hataka, Life Color, Mr. Hobby, AK-interactive und Mission Models.

PZL P11a

IBG präsentiert uns hier das Modell eines interessanten Hochdeckers einer Schulungseinheit.

Wir finden im Karton 8 graue und 1 Klarsichtspritzling, 1 PE-Platine, Klarsichtfolie, Decals und die Bauanleitung.

Die Spritzrahmen sind relativ dick im Vergleich zu den teils filigranen und gut detaillierten Teilen. Diese sind sauber ausgespritzt, fast ohne Grat und Versatz. Angüsse sind so gesetzt, dass Details nicht beeinträchtigt werden. Auswerferspuren sind augenscheinlich keine vorhanden.

Das Cockpit besteht aus Bodenplatte, Sitz und Steuerknüppel. Sitzgurte, Pedale und Trimmrad sind aus PE. Das Trimmrad PE-21 ist in der Anleitung fast nicht zu sehen. Da es sehr blass ausgedruckt ist. Im Cockpitbereich in den Rumpfhälften sehen wir feine Spanten. Für die Armaturentafel gibt es ein buntes Decal. Die Rumpfhälften mit versenkten Gravuren zeigen bereits viele Details. Der Motor besteht aus 2 Ringen zu je 7 Zylindern. Dazu kommt ein Ring mit den Auspuffauslässen, ein PE Ring, eine gelochte Abdeckung und die Motorabdeckung aus einem Teil. Unterhalb der Haube findet ein Luftkanal seinen Platz. Die Oberseite des geknickten Flügels besteht aus einem Teil, die Unterseite aus zweien. Die Flügelteile zeigen eine sehr feine Riffelung und etliche Wartungsklappen. Die Querruder werden separat angebaut. Der Knickflügel sitzt auf dem Rumpf vor der Cockpithaube auf und wird auf jeder Seite von 2 Stützen am Rumpf abgestützt. Auch die Heckflügel haben separate Ruder und auch je 2 Stützen pro Seite. Seitenleitwerk und Seitenruder sind ebenfalls als separate Teile vorhanden. Wie bereits beim Flügel finden wir beim Höhen- und Seitenleitwerk feine Rippen und Riffelungen. Das feststehende Fahrwerk besteht aus V-Trägern pro Seite, die mittels PE-Gestänge gesichert werden. Die Räder sind wie beim Original einfach gehalten. Der Hecksporn ist bereits an den Rumpfhälften angegossen. Pro Seite kommen 2 winzige Bomben unter die Flügel. Propeller und Nabe bestehen aus einer Einheit und werden fest mit der Motornabe verklebt. Oben in der Mitte des Knickflügels wird eine Visiereinrichtung aus PE Teilen angebracht. Bei der Cockpithaube hat man die Wahl zwischen Klarsichtteilen aus Plastik oder Rahmen aus PE, in die Folien als Cockpitverglasung eingesetzt werden. Anfänger werden sich vielleicht eher mit den Plastikteilen begnügen, Fortgeschrittene versuchen sich wohl eher an PE und Folien.

Die PE-Teile fallen teilweise sehr fein und filigran aus. Damit ist dieser Bausatz nicht unbedingt für Anfänger geeignet.

Zwei Bemalungsvorschläge gibt es:

  • Air Training Center No. 1, Deblin
  • PZL P11a, Deblin, August 1939

Die 12-seitige Bauanleitung im A4 Format ist in schwarz-weiß mit farbigen Akzenten gehalten. Kurze Beschreibungen oder Anleitungen sind in Polnisch und in Englisch gehalten. Auf der ersten Seite finden wir etwas zur Geschichte des Flugzeuges in Polnisch und in Englisch. Seite 2 zeigt uns die Teileübersicht, allerdings ist die Folie für die Cockpitfenster nicht aufgeführt. Zu Beginn von Seite 3 finden wir eine Bemalungstabelle mit Farbnummern für Valejo, Hataka, Life Color, Mr. Hobby, AK Interactive und Mission Models sowie ein paar Zeichenerklärungen. 14 Bauschritte führen einen zum fertigen Modell in sinnvoll aufgeteilten, leicht verständlichen Schritten mit ausreichend großen Zeichnungen. Einzelne Baugruppen, die in einem späteren Bauschritt verbaut werden, erhalten eine weiße Nummer in einem Dreieck. Bei Verwendung der Baugruppe erscheint das Dreieck wieder, dann in schwarzer Schrift. Am Ende der Bauschritte gibt es noch 1 Zeichnung des fertigen Modells in 3 Ansichten.

Wieder einmal zwei Exoten die den Weg in die heimische Vitrine finden könnten. Bei dem Preis dürfte die Kaufentscheidung sicher leicht fallen


   Kurz-Übersicht:
   Art.Nr:
   Art des Artikels:
   Material:
   Maßstab:
   Erschienen:
72529
Komplett Bausatz
Spritzguss
1:72
Februar 2021
Hersteller:
Land:
Preis bei
Erscheinen:
IBG
Polen

ca.21 Euro

   Geeignet für:


   Preis/Leistung:


   Gesamteindruck:




  
  Review von:
  Mike Kryza




Fotos: