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Bronco Models GB7009 - DFS230V-6 Light Assault Glider

Das Original:

Der DFS 230 war ein Lastensegler in den 1930-er/40-er Jahren zur Beförderung von 9 Soldaten. Dazu kam der Pilot zur Bedienung. Der DFS 230 war, mit Ausnahme der sperrholzbeplankten Flügelvorderkanten, ausschließlich mit Stoff bespannt. Zum Start besaß er ein abwerfbares Fahrwerk, zur Landung wurde eine gefederte Kufe benutzt. Die Serienfertigung begann ausgerechnet in der Spielzeugfabrik Hartwig in Sonneberg. Insgesamt wurden über 1600 DFS 230 in unterschiedlichen Varianten hergestellt. 

Dieser Lastensegler wurde 1940 erstmals bei der Eroberung des belgischen Fort Eben-Emael eingesetzt. Er nahm bei der Landung auf Kreta und der Befreiung von Mussolini eine Hauptrolle ein. In letzterem Fall wurden die Segler mit Bremsraketen im Bug ausgestattet, um den Landeweg zu verkürzen. An der Afrika- und Ostfront setzte man ihn auch zur Versorgung ein.

 

Der Bausatz:

Wir kennen den Bausatz schon unter der Nummer GB7008, nur das dieser zusätzliche Teile für den Bremsraketenbug enthält.

Der 290 x 190 x 60 mm große Karton enthält 4 hellgraue, 1 Klarsichtspritzling, 1 PE-Platine und Decals. Die Bauanleitung im A5 Format hat 16 Seiten.

Inhalt:

  • A (1x): Rumpf, Tragflächenoberseiten, Querruder, Startfahrwerk, Seitentür, Pilotensitz, Sitzbank, Kufenfederung, Instrumententafel, Hecksporn, Trittbügel
  • B (1x): Tragflächenunterseiten, Gewehre, hintere Tür
  • Ca (1x): Bodenplatte, -rahmen, Sitzhalterung, Pedalerie, MG und Halterung, Handgriff, Höhen- und Seitenruder, Flügelhalterung, -stützen, Steuerknüppel
  • Cb (1x): vordere Bodenplatte, Landekufe, vordere Kufenfeder, Bugnase, Schlepphalterung
  • Cd (1x): vordere Bodenplatte, Landekufe, vordere Kufenfeder, offene Bugnase, Bremsraketen, Schlepphalterung
  • D (1x): Cockpitverglasung, Seitenfenster,
  • P (1x): Sitzbankstützen, -trennungen, MG-Abweiserbügel, Fla-Visier, Trommelmagazingriff

Wir erblicken sauber gespritzte Teile mit einigen Details. Auswerfermarken findet man nur dort, wo sie nach dem Zusammenbau nicht mehr sichtbar sind. Hier und da ist ganz feiner Grat zu finden. Die Klarsichtteile sind schlierenfrei und kristallklar.

Der Bausatz hat es, im wahrsten Sinne des Wortes, "in sich", auch wenn man bei geschlossenem Rumpf so gut wie nichts mehr davon sieht, wenn man die Türen nicht geöffnet darstellt. Hier steht der Bastelspaß im Vordergrund. Der "Arbeitsplatz" des Piloten beinhaltet den Schalensitz samt Halterungen, Pedalerie, Steuerknüppel, Bedienhebel (zum Abwurf des Fahrwerkes?) und Instrumententafel. Die Sitzbank für die Soldaten ruht auf einem PE-Rahmen. Auch die "Rückenlehnen" bestehen aus feinen PE-Teilen. An den Rumpfinnenseiten  (Hier finden sich auch einige Auswerfermarken) ist der Rohrrahmen erhaben dargestellt. Der Boden- und Deckenrahmen liegt als separate Teile bei. Die Seitenfenster werden von innen eingesetzt. Hier ist teilweise die Rahmenstruktur aufgedruckt, so dass man bei der Platzierung aufpassen muss.

Außen weist der Rumpf eine feine, aber doch erkennbare Stoffstruktur auf. Bei den Flügeln treten zusätzlich die Spanten deutlich hervor. Die Cockpitverglasung ist 3-teilig gehalten. So kann man die Kanzel auch offen darstellen. Hinter dem Cockpit befindet sich eine Dachöffnung. Dort findet ein sehr feines MG mit separaten Trommeln seinen Platz. Mit PE-Teilen für Trommeltragegriff, Fliegerabwehrvisier und MG-Abweiser wird dieser Bereich weiter detailliert. Die kleine Vorrichtung am Bug für das Schleppseil besteht aus 4 Teilen. Zwar befindet sich die "Standard-Bugnase noch im Bausatz, wird aber durch die offene Nase mit den drei Bremsraketen ersetzt. An der Rumpfunterseite befindet sich die Landekufe mit den 3 Federelementen im Bugbereich, am Heck der Hecksporn. Das alternativ anbaubare Startfahrwerk besteht aus dem 3-teiligen Rahmen und den 2 Rädern.

Der beiliegende Decalbogen enthält die Instrumentenanzeigen und Markierungen für 2 deutsche Gleiter - einen Prototypen und einen mit fiktiver Bemalung und der Kennzeichnung LB+1-91. Die seidenmatt-glänzenden Decals weisen kaum Ränder auf, der Trägerfilm ist ausreichend dünn.

Die teils farbige Bauanleitung erklärt den Zusammenbau in 14 Schritten. Auf dem Deckblatt erscheint in Englisch und Chinesisch die Geschichte des DFS 230. Farbangaben bei Verwendung von MR Hobby, Hobby Color, Humbrol und Tamiya Farben finden wir gleich danach. Auf den letzten Seiten finden sich die Lackierungsvorschläge und Anbringung der Markierungen.

Für Anfänger weniger geeignet wegen der sehr feinen PE-Teile, aber eine schöne Variante des deutschen Seglers.

   Kurz-Übersicht:
   Art.Nr:
   Art des Artikels:
   Material:
   Maßstab:
   Erschienen:
GB7009
Komplettbausatz
Spritzguss, PE
1:72
Mai 2017
Hersteller:
Land:
Preis bei
Erscheinen:
Bronco
China (Hong Kong)

ca.25 Euro

   Geeignet für:


   Preis/Leistung:


   Gesamteindruck:




  
  Review von:
  Frank Krause



Fotos: